Figur im Trenchcoat und taktischer Ausrüstung mit Waffe vor einer dunklen Stadtkulisse in Physint.
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Physint: Xbox übernimmt nach PlayStation-Ausstieg

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Xbox Game Studios übernimmt Physint. Ein Insiderbericht nennt hohe Kosten und Probleme in der Entwicklung als mögliche Gründe für Sonys Ausstieg.

Xbox Game Studios übernimmt das Publishing von Physint. Kojima Productions teilte mit, dass die PlayStation Studios den bisherigen Deal beendet hätten und das Projekt sogar einstellen wollten. Damit wechselt Hideo Kojimas neues Action-Spionage-Spiel den Publisher, obwohl es lange mit PlayStation verbunden war.

Warum Sony ausstieg, ist offiziell nicht erklärt. Ein Bericht von Jason Schreier nennt aber mehrere mögliche Gründe. Wichtig ist dabei: Diese Angaben wurden weder von PlayStation noch von Kojima Productions bestätigt.

Was beim Publisher-Wechsel feststeht

Physint wurde Anfang 2024 angekündigt, danach gab es lange kaum neue Informationen. Jetzt ist klar: Xbox Game Studios finanziert und veröffentlicht das Projekt künftig.

Für Kojima ist die Zusammenarbeit nicht völlig neu. Sein kommender Horrortitel OD: Knock entsteht ebenfalls mit Xbox Game Studios. Physint bleibt dagegen ein Spiel aus dem Action-Spionage-Genre.

Der Wechsel ist für Fans vor allem deshalb wichtig, weil sich damit die Erwartungen an Plattformen und Veröffentlichung ändern können. Konkrete Angaben dazu gibt es bisher aber nicht. Auch einen Termin oder neues Gameplay hat Kojima Productions nicht genannt.

Bericht nennt Kosten und verpasste Ziele

Der Insiderbericht von Jason Schreier beschreibt mögliche wirtschaftliche und organisatorische Gründe für Sonys Ausstieg.

Demnach sollen die Verkaufszahlen von Death Stranding und Death Stranding 2: On the Beach hinter Sonys Erwartungen geblieben sein. Dazu kommt laut dem Bericht, dass Physint teuer werden könnte und noch einige Jahre Entwicklung vor sich haben soll.

Auch interne Ziele sollen bei Kojima Productions mehrfach nicht erreicht worden sein. Gleichzeitig sei das Team offenbar auf einen Kurs geraten, bei dem die geplanten Budgets deutlich überschritten würden. Wenn diese Angaben stimmen, wäre das für Sony bei einem großen, langfristig finanzierten Projekt ein ziemlich ernstes Problem.

Der Bericht verweist außerdem darauf, dass die Death-Stranding-Spiele zwar von Sony finanziert wurden, die Rechte an der Marke aber bei Kojima Productions lagen. Ob Physint ähnlich geregelt war, ist nicht bekannt.

Für Physint beginnt jetzt eine neue Phase

Kojima selbst hat sich bislang vor allem positiv über die Zusammenarbeit mit Xbox geäußert. Außerdem plant er offenbar, die Marke Physint später auch auf Serien oder Filme auszuweiten. Was davon konkret wird, bleibt offen.

Der Publisher-Wechsel bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Physint bald mehr zu zeigen hat. Er sorgt aber dafür, dass das Projekt weiterläuft, obwohl es zwischenzeitlich offenbar vor dem Aus stand. Die nächsten offiziellen Details werden zeigen müssen, wie sich die neue Zusammenarbeit auf das Spiel auswirkt.

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