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PlayStation: Shawn Layden kritisiert möglichen PC-Rückzug

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Sony könnte große Singleplayer-Spiele wieder stärker an PlayStation binden. Shawn Layden hält genau das für einen Fehler.

Shawn Layden hält einen möglichen Rückzug von PlayStation-Singleplayer-Spielen vom PC für den falschen Weg. Der frühere Chef der PlayStation Studios sagt nicht einfach: Alles muss überall erscheinen. Sein Punkt ist genauer: Späte PC-Versionen können PlayStation-Marken größer machen, ohne den Konsolenstart direkt kaputtzumachen.

Wichtig ist: Sony hat diesen Kurswechsel noch nicht offiziell per Pressemitteilung bestätigt. Zuletzt deutete Hideaki Nishino von Sony Interactive Entertainment aber an, dass große Singleplayer-Spiele der PlayStation Studios künftig wieder stärker an die eigene Konsole gebunden bleiben könnten. Berichten zufolge soll auch Hermen Hulst intern klargemacht haben, dass vor allem Multiplayer- und Live-Service-Spiele weiter für den PC geplant sind.

Für PC-Spieler wäre das eine ziemlich klare Grenze: Wer auf spätere Ports von großen PlayStation-Abenteuern wartet, könnte in Zukunft öfter leer ausgehen.

Warum Layden die PC-Ports wichtig findet

Layden war an Sonys früherer PC-Strategie beteiligt. In einem Interview mit PSI erklärt er, dass es aus seiner Sicht nie nur darum ging, mit PC-Versionen sofort viel Geld zu verdienen.

Für ihn waren diese Ports eher Werbung für PlayStation-Figuren und -Welten. Seine Rechnung dahinter ist einfach: Konsolen erreichen nur einen Teil aller Menschen, die Spiele kennen oder spielen. Auf PC, Smartphone und anderen Geräten gibt es viel mehr Leute, die vielleicht nie eine PlayStation kaufen würden.

Genau diese Leute könnten aber trotzdem mit den Marken in Kontakt kommen. Und das wird wichtiger, wenn Sony Figuren und Geschichten auch in Filme, Serien, Comics oder Merchandise bringt. Wenn jemand eine Figur schon vom PC kennt, ist die Chance größer, dass auch ein Film oder eine Serie dazu interessant wirkt.

Schadet ein später PC-Release der Konsole?

Ein Gegenargument lautet: Wenn PlayStation-Spiele später für den PC erscheinen, kaufen weniger Leute eine PS5. Layden glaubt das nicht.

Sein Gedanke: Wenn jemand 12 bis 18 Monate auf eine PC-Version wartet, war diese Person wahrscheinlich sowieso kein sicherer Konsolenkäufer. Dann verliert Sony nicht unbedingt einen Hardware-Verkauf, sondern verdient später an jemandem, der vorher gar nicht im PlayStation-Bereich war.

Das ist der wichtigste Unterschied in dieser Debatte. Wenn Sony nur auf Portierungskosten und direkte Verkäufe schaut, kann ein PC-Port enttäuschend wirken. Wenn man ihn als Reichweite für die Marke sieht, sieht die Sache anders aus. Eine bestätigte Begründung von Sony für den möglichen Rückzug gibt es aber bisher nicht.

Kein Start auf allen Plattformen

Layden fordert trotzdem keine Day-One-Releases für große Singleplayer-Spiele auf dem PC. Er findet offenbar weiter sinnvoll, dass bestimmte Spiele zuerst ein Grund sind, eine PlayStation zu kaufen.

Bei Live-Service- und Multiplayer-Spielen sieht er das anders. Titel wie Marathon oder Helldivers 2 brauchen möglichst viele Spieler, damit ihr Modell funktionieren kann. Deshalb unterstützt Layden hier den PC-Start viel klarer.

Sein Vorschlag ist also kein komplettes Öffnen der PlayStation-Marken. Es geht eher um einen Mittelweg: Singleplayer-Spiele starten auf der Konsole, kommen später auf den PC und machen die Marken dort bekannter. Wenn Sony diesen Weg wirklich verlässt, bleibt die PS5 stärker der zentrale Ort für diese Spiele. PC-Spieler müssten sich dann aber auf deutlich weniger große PlayStation-Ports einstellen.

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