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Projekt REX: So will Capcom die Spieleentwicklung beschleunigen

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Capcom baut die RE Engine mit Projekt REX aus. Automatische Tests und Code-Hilfen sollen Zeit sparen, die Spielinhalte aber weiterhin von Menschen stammen.

Capcom will die eigene RE Engine schrittweise ausbauen. Das Vorhaben heißt Projekt REX und soll vor allem die Arbeit hinter großen Spielen beschleunigen. Automatisierte Systeme könnten künftig Code schreiben, Testläufe übernehmen und technische Fehler suchen.

Bei den eigentlichen Spielinhalten zieht Capcom aber eine klare Grenze. Das Unternehmen hatte bereits im März 2026 erklärt, keine automatisch erzeugten Grafiken und anderen Bestandteile in seine Spiele übernehmen zu wollen. REX soll Entwickler also bei aufwendigen Aufgaben unterstützen, nicht ihre kreative Arbeit ersetzen.

Warum Capcom seine Engine umbaut

Große Spiele werden laut Capcom immer komplexer. Hunderte Menschen arbeiten gleichzeitig an einem Projekt, während selbst einfache Abläufe viel Entwicklungszeit kosten können. Werkzeuge müssen deshalb für viele verschiedene Teammitglieder leicht zu bedienen sein.

Capcom-Programmierer Satoshi Ishida bezeichnete die Einbindung automatisierter Technik in tägliche Arbeitsabläufe als wichtige Voraussetzung. Sie soll dabei helfen, kommende Spiele innerhalb der geplanten Zeit und Kosten fertigzustellen.

Dafür möchte Capcom nicht bei null anfangen. Projekt REX erweitert die vorhandene RE Engine, die seit Resident Evil 7 verwendet wurde und mittlerweile bei knapp 30 Spielen zum Einsatz kam. Zu den neueren Beispielen gehören Onimusha: Way of the Sword, Pragmata und Resident Evil Requiem.

Auch die technische Basis soll sich ändern. Die Engine soll auf eine weltweit stärker verbreitete Programmiersprache umgestellt werden. Neue Entwickler könnten sich dadurch schneller einarbeiten. Gleichzeitig ließe sich der Programmcode von automatisierten Werkzeugen besser verarbeiten.

Automatische Tests könnten viel Zeit sparen

Besonders interessant ist der geplante Einsatz beim Testen. Automatisierte Testfiguren könnten dauerhaft durch Spiele laufen und dabei nach Fehlern, Leistungseinbrüchen oder Problemen bei Zusammenstößen mit Objekten suchen. Solche Prüfungen beanspruchen bisher viele Stunden menschlicher Arbeit.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Menschen beim Testen überflüssig werden. Die beschriebenen Werkzeuge suchen vor allem technische Probleme nach festen Abläufen. Ob sich ein Kampf gut anfühlt, eine Szene verständlich ist oder eine Spielwelt Spaß macht, lässt sich daraus nicht automatisch ableiten.

Capcom plant außerdem, Teile seiner Technik öffentlich bereitzustellen. Diese Daten sollen ausdrücklich zum Training automatisierter Systeme verwendet werden können. Welche Bestandteile veröffentlicht werden und wann das geschieht, ist noch nicht genannt.

Die entscheidende Grenze liegt bei den Inhalten

Projekt REX trennt zwei Bereiche: Im Hintergrund soll mehr Arbeit automatisch ablaufen, während Grafiken und andere Inhalte weiterhin von Menschen erstellt werden. Für Spieler ist genau diese Trennung wichtig. Eine schnellere Fehlersuche kann helfen, ohne dass Figuren, Umgebungen oder andere Bestandteile automatisch erzeugt werden müssen.

Noch ist offen, wie viel Zeit Capcom mit REX wirklich sparen kann. Auch konkrete Spiele, die bereits mit den neuen Werkzeugen entstehen, wurden nicht genannt. Der Plan zeigt aber klar, wo Capcom ansetzen will: weniger Zeit für wiederholbare technische Aufgaben und mehr Kontrolle der Entwickler über das, was am Ende im Spiel landet.

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