GameStop soll gebrauchte PS5-Pro-Konsolen künftig zu Preisen verkaufen, die über denen neuer Geräte liegen. Für die Digital-Version werden 1.399,99 US-Dollar genannt, für Modelle mit Laufwerk 1.499,99 US-Dollar. Ein solcher Preis dreht die normale Idee hinter Gebraucht-Hardware ziemlich um: Second Hand spart hier offenbar nicht mehr automatisch Geld.
Ganz sicher bestätigt ist die interne Preisliste allerdings nicht. Das aufgetauchte Schreiben enthält eine auffällige Datumsangabe zur geplanten Änderung. Gleichzeitig wurde im Produktkatalog von GameStop kurz darauf für eine gebrauchte PS5 Pro ein Preis von 1.399,99 US-Dollar angezeigt. Das spricht dafür, dass zumindest die Richtung der Angaben stimmt.
Gebraucht wird plötzlich zur teuren Option
Laut dem Schreiben unterscheidet GameStop zwischen Digital-Modellen und Konsolen mit Laufwerk. Die Preise sollen bei 1.399,99 beziehungsweise 1.499,99 US-Dollar liegen. Als Ankaufspreise werden 800 und 850 US-Dollar genannt.
Auffällig ist vor allem der Hinweis im Memo, dass der höhere Preis gegenüber Neuware ausdrücklich so geplant sei. Auch bestimmte Sonderausgaben sollen offenbar in dieselben Preisstufen fallen. Das wäre besonders merkwürdig, weil eine limitierte Konsole normalerweise nicht einfach wie ein Standardgerät behandelt wird.
Für Spieler ist der Punkt trotzdem einfach: Wer gerade eine PS5 Pro sucht, sollte ein gebrauchtes Angebot nicht automatisch als Schnäppchen sehen. Der Zustand, Zubehör und eine mögliche Garantie bleiben wichtig, aber der Preisvergleich mit einem neuen Gerät gehört jetzt erst recht dazu.
Knappheit macht die Konsole teurer
Der Hintergrund ist wohl die derzeit schwierige Verfügbarkeit der PS5 Pro. In vielen Ländern ist sie bei großen Händlern ausverkauft. In Japan soll Sony die Konsole inzwischen sogar per Lotterie vergeben.
Zusätzliche Nachfrage erwarten viele vor dem Start von GTA 6. Rockstar Games hat bisher nur bestätigt, dass das Spiel auf der normalen PS5 mit 30 Bildern pro Sekunde laufen soll. Angaben zur PS5 Pro gibt es noch nicht. Trotzdem hoffen einige Fans auf eine flüssigere Darstellung und bessere Bildqualität auf der stärkeren Konsole.
Genau das könnte Händler zu solchen Preisen verleiten. Ob GameStop die genannten Beträge dauerhaft verlangt und ob andere Ketten nachziehen, ist noch offen. Klar ist aber schon jetzt: Bei knapper Hardware kann gebraucht teurer werden als neu, obwohl das für Käufer eigentlich keinen Sinn ergeben sollte.