Eine Konsole für 1.000 Dollar oder Euro müsste Spielern mehr zeigen als etwas schönere Reflexionen und höhere Leistungswerte. Genau daran zweifelt Shawn Layden, der früher die Worldwide Studios von Sony Interactive Entertainment leitete.
Im Gespräch mit The Expansion Pass sagt Layden, dass reine Verbesserungen bei Grafikdetails für viele Leute wohl kein Grund wären, so viel Geld für eine neue PlayStation oder Xbox auszugeben. Das ist keine Ankündigung für einen echten Preis der nächsten Konsolen. Es zeigt aber, warum die Diskussion über PS6 und die nächste Xbox gerade wichtiger wird.
Mehr Leistung muss man auch merken
Früher waren Sprünge bei Konsolen leichter zu erklären. Layden vergleicht das mit dem Wechsel von VHS zu DVD: Wer beides gesehen hat, erkennt den Unterschied sofort. Bei neuen Konsolen wird das schwieriger, wenn Spiele vor allem technisch feiner aussehen, sich aber nicht deutlich anders anfühlen.
Für Spieler ist das ein fairer Punkt. Höhere Auflösung, besseres Raytracing und mehr Leistung können cool sein. Aber wenn man den Unterschied nur im direkten Vergleich bemerkt, wirkt ein sehr hoher Preis schnell schwer zu rechtfertigen.
Layden fragt deshalb, ob klassische Konsolen bei der Technik gerade ein Plateau erreichen. Gemeint ist nicht, dass Hardware nicht mehr besser werden kann. Sondern dass „noch schneller“ allein vielleicht nicht mehr reicht, um viele Menschen zum Wechsel zu bringen.
Ein hoher Preis wäre ein echtes Risiko
Ob PS6 und die nächste Xbox wirklich bis an 1.000 Dollar oder Euro kosten werden, ist offen. Auch die Termine stehen nicht fest. Als möglicher Zeitraum wird zwar immer wieder Ende 2027 genannt, eine Veröffentlichung 2028 oder später wird aber ebenfalls diskutiert. Sony-Chef Hiroki Totoki hat laut den vorliegenden Angaben noch keinen Termin für die PS6 bestätigt.
Branchenanalysten halten bei sehr hohen Preisen sogar deutlich schwächere Verkäufe für möglich. Im Vergleich zur aktuellen Generation könnten die neuen Geräte in ihren ersten fünf Jahren demnach bis zu 38 Prozent weniger Käufer finden.
Das macht die nächste Konsolenrunde spannend: Nicht die Zahl auf dem Datenblatt entscheidet allein. Falls die Geräte wirklich deutlich teurer werden, müssen Sony und Microsoft viel klarer zeigen, was Spieler davon im Alltag haben. Ein schärferes Bild reicht dafür vielleicht nicht.