Der Protest #PSBlackout hat in den USA offenbar keine messbare Delle hinterlassen. Laut Circana-Analyst Matt Piscatella gab es während der Aktion keine signifikante Veränderung bei Spielerzahlen oder Spielzeit auf PlayStation.
Bei #PSBlackout sollten PS5-Besitzer ihre Konsole vom 23. bis 30. August komplett ausgeschaltet lassen. Die Aktion richtete sich gegen Sonys angekündigtes Ende der Disc als Medium für PlayStation-Spiele Anfang 2028. Die Idee dahinter war einfach: Weniger aktive Konsolen sollten in den Nutzerdaten sichtbar werden und den Unmut über die Entscheidung zeigen.
Die Messwerte zeigen keinen Einbruch
Piscatella veröffentlichte eine Übersicht der meistgespielten Titel in den USA für die Woche, die am 5. September endete. Fortnite, Call of Duty und Roblox lagen weiter weit vorne. Auf Nachfrage zu #PSBlackout erklärte er, Circana habe weder bei der Zahl der Spieler noch beim Engagement eine auffällige Änderung gesehen.
Die Übersicht der meistgespielten Spiele zeigt nicht direkt, wie viele Menschen an der Aktion teilnehmen wollten. Sie passt aber zu Piscatellas Aussage: In den erhobenen Daten ist kein Effekt zu erkennen, der deutlich aus dem normalen Verlauf heraussticht.
Warum ein einwöchiger Offline-Protest schwierig ist
Das heißt nicht automatisch, dass niemand mitgemacht hat. Circana misst nur den US-Markt, und einzelne Teilnehmer verschwinden in großen Nutzerdaten schnell. Außerdem treffen sich bei PlayStation viele unterschiedliche Spielgewohnheiten: Manche spielen täglich online, andere nur am Wochenende oder gerade gar nicht.
Genau das macht die Aktion schwer planbar. Damit ein kurzer Konsolen-Boykott klar sichtbar wird, müssten sehr viele Menschen gleichzeitig pausieren. Und sie müssten auch dann verzichten, wenn gerade ein neues Spiel, ein Event oder ein gemeinsamer Abend mit Freunden ansteht.
Für den Protest gegen das Disc-Aus bleibt damit vor allem die öffentliche Aufmerksamkeit. #PSBlackout hat gezeigt, dass die Entscheidung viele Spieler beschäftigt. Einen nachweisbaren Druck auf die Nutzungszahlen konnte die Aktion nach den verfügbaren US-Daten aber nicht erzeugen.