Shift Up und PlatinumGames sprechen offenbar über mehr als den kommenden Bayonetta-DLC für Stellar Blade. Shift-Up-Gründer Kim Hyung-tae hat angeboten, bei einem möglichen Bayonetta 4 an den Figuren mitzuarbeiten. PlatinumGames-CEO Atsushi Inaba zeigte sich im Gespräch ebenfalls offen für eine weitergehende Zusammenarbeit.
Das ist noch keine Ankündigung für einen neuen Serienteil. Trotzdem ist es interessant, weil beide Studios gerade über den DLC erstmals direkt zusammenarbeiten und ihre Chefs öffentlich deutlich machen, dass sie Lust auf mehr hätten.
Ein Angebot, aber noch kein Projekt
Kim Hyung-tae erklärte in einem Interview mit Famitsu, dass Bayonetta für ihn zu seinen Lieblingsspielen zählt und ihn über Jahre beeinflusst habe. Erst scherzte er darüber, die Reihe solle mindestens bis Bayonetta 10 weiterlaufen. Dann wurde er konkreter: Für einen vierten Teil würde er nach eigenen Worten sogar Zeit bei PlatinumGames verbringen, um Charaktere mitzugestalten.
Inaba reagierte darauf nicht ausweichend. Er sagte, solche Aussagen kämen von ihm nicht bloß aus Höflichkeit. Auch er könne sich vorstellen, die Zusammenarbeit mit Shift Up über das aktuelle Projekt hinaus fortzusetzen.
Das reicht natürlich nicht, um Bayonetta 4 als geplant anzusehen. PlatinumGames hat bislang keinen vierten Teil angekündigt. Dazu kommt, dass die Markenrechte der Reihe bei Sega liegen. Ob aus dem öffentlichen Interesse der beiden Studioleitungen irgendwann ein echtes Projekt wird, ist deshalb völlig offen.
Der DLC ist der erste gemeinsame Schritt
Fest steht dagegen der nächste Inhalt für Stellar Blade: Der kostenlose Bayonetta-DLC erscheint am 5. November 2026 zusammen mit der Switch-2-Version des Spiels. Auf den anderen Plattformen soll das Paket ebenfalls kostenlos bereitstehen.
Enthalten sind vier neue Outfits für Eve. Eines davon wurde laut den Angaben von Kim Hyung-tae selbst entworfen. Der DLC bringt damit vor allem den Stil von Bayonetta in Stellar Blade, nicht etwa neue Informationen zu einem eigenen Bayonetta-Spiel.
Für Action-Fans ist der Austausch trotzdem spannend. Inaba lobte Stellar Blade besonders für seine vielen Systeme außerhalb der Kämpfe und sagte, PlatinumGames wolle sich von Shift Up nicht überholen lassen. Gerade weil beide Seiten ihre gegenseitige Arbeit so deutlich schätzen, wirkt eine spätere Kooperation zumindest nicht wie eine bloße Idee aus einem Interview.