Shift Up reagiert erneut auf die Kritik am Musikvideo „Wanna be in Love“ zu Stellar Blade: Blood Rain. Der technische Direktor DongKi Lee kündigt an, künftig deutlicher zwischen Inhalten zum Spiel und experimentellen Projekten zu unterscheiden. Wie stark Automatisierungstechnik bei der Entwicklung von Blood Rain selbst eingesetzt wird, hat das Studio aber weiterhin nicht erklärt.
Genau das ist der wichtigste Punkt an der neuen Aussage. Eine klarere Kennzeichnung kann verhindern, dass ein experimentelles Video direkt als Hinweis auf das fertige Spiel verstanden wird. Sie beantwortet allerdings noch nicht die Frage, die viele Fans offenbar beschäftigt: Welche Rolle sollen automatisierte Werkzeuge bei der Produktion des Nachfolgers wirklich spielen?
Das Musikvideo wurde zum Streitpunkt
Zur Enthüllung von Stellar Blade: Blood Rain hatte Shift Up das Musikvideo „Wanna be in Love“ veröffentlicht. Darin wird die Protagonistin Evie als K-Pop-Star gezeigt. Das Video entstand mit generativer Automatisierungstechnik und löste deshalb viel Kritik aus.
Lee erklärte, das Team habe mit dem Clip mehr von Evie und der Welt von Blood Rain zeigen wollen. Das Video sollte also zusätzliche Eindrücke zum neuen Spiel liefern. Bei vielen Spielern kam diese Verbindung aber offenbar nicht gut an. Für sie stand weniger die Figur oder die Musik im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie das Material entstanden ist.
Das ist auch verständlich: Wenn ein Video direkt neben einer Spielenthüllung erscheint, wirkt es schnell wie ein Teil der normalen Kampagne. Ob ein Studio es als Experiment versteht, ist für Außenstehende dann nicht sofort erkennbar. Shift Up will diese Grenze nun künftig sichtbarer ziehen.
Die angekündigte Trennung löst nicht jede Sorge
Lee betonte, dass das Studio die Rückmeldungen der Community ernst nehme. Spielbezogene Inhalte und experimentelle Formate sollen künftig klar voneinander getrennt werden. Das wäre zumindest eine konkrete Folge der Diskussion: Fans könnten besser erkennen, ob sie gerade Material sehen, das das Spiel vorstellen soll, oder ob das Team ein separates Format ausprobiert.
Für Stellar Blade: Blood Rain bleibt die Sache trotzdem offen. Lee bestätigte nicht, in welchen Bereichen der Entwicklung Automatisierungstechnik zum Einsatz kommt oder kommen könnte. Er sprach stattdessen allgemein darüber, dass solche Technik Kreativität, Fachwissen und Fähigkeiten der Entwickler unterstützen solle. Sie sei aus seiner Sicht ein Werkzeug und kein Ersatz für die Arbeit des Teams.
Das ist eine grundsätzliche Haltung, keine genaue Zusage für das Projekt. Wer wissen möchte, ob etwa Charaktere, Bilder, Musik oder andere Bestandteile des Spiels mit solchen Werkzeugen erstellt werden, bekommt mit dem Statement keine Antwort. Shift Up verspricht vor allem bessere Trennung und mehr Aufmerksamkeit für die Kritik, aber noch keine detaillierte Übersicht.
Warum klare Informationen für Fans wichtig sind
Bei einem angekündigten Spiel reicht es nicht immer, nur zu sagen, dass Technik verantwortungsvoll genutzt werden soll. Fans sehen Trailer, Musikvideos und Bilder meist als Teil desselben Gesamtbilds. Wenn ein experimenteller Clip anders produziert wurde als das eigentliche Spielmaterial, kann eine klare Kennzeichnung Missverständnisse vermeiden.
Für Shift Up wird entscheidend sein, ob auf die neue Abgrenzung auch konkrete Informationen folgen. Weitere Eindrücke oder Details zu Stellar Blade: Blood Rain hat das Studio bislang nicht angekündigt. Bis dahin bleibt die Diskussion nicht deshalb bestehen, weil das Musikvideo noch einmal erklärt wurde, sondern weil der Einsatz automatisierter Werkzeuge im Spiel selbst weiter ungeklärt ist.