Eine Person steht auf einer Straße im dichten Nebel. Im Hintergrund sind schemenhafte Autos und ein blaues Blinklicht zu sehen.
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Silent Hill: Townfall setzt auf Flucht trotz Waffen

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Silent Hill: Townfall zeigt kurz vor dem Release mehr Waffen und neue Hinweise auf Simons Lage. Trotzdem scheint Flucht oft wichtiger zu bleiben als der direkte Kampf.

Der Launch-Trailer zu Silent Hill: Townfall zeigt kurz vor dem Release deutlich mehr als nur neue Monsterbilder: Simon Ordell scheint in St. Amelia vor allem überleben zu müssen, obwohl ihm mehrere Waffen zur Verfügung stehen. Genau dieses Spannungsfeld ist interessant. Das Spiel stellt offenbar nicht einfach die Frage, womit man sich wehrt, sondern wann eine Konfrontation überhaupt eine gute Idee ist.

Silent Hill: Townfall erscheint am 24. September 2026 für PS5 und PC. Käufer der digitalen Deluxe Edition erhalten bereits ab dem 22. September Zugriff. Der neue Teil verlegt die Reihe in das fiktive schottische Küstendorf St. Amelia im Jahr 1996 und erzählt damit erneut eine Geschichte fern der bekannten namensgebenden US-Kleinstadt.

Waffen bedeuten nicht automatisch Sicherheit

Im Trailer ist Simon mit einem Schraubenschlüssel, einer doppelläufigen Schrotflinte und einer Signalpistole zu sehen. Das klingt zunächst nach einer recht handfesten Ausrüstung. Gleichzeitig betont das gezeigte Material, dass Schleichen und Flucht wichtig bleiben. Die Waffen sind also vermutlich keine Einladung, jeden Gegner auszuschalten.

Das passt zu den Bildern aus St. Amelia. Nebel, enge Straßen und die bedrückende First-Person-Perspektive lassen wenig Raum, um Gefahren früh einzuschätzen. Ein riesiges Wesen mit Tentakeln taucht ebenso auf wie die für die Reihe typischen entstellten Kreaturen. Wenn Gegner plötzlich nahekommen, kann eine Schrotflinte zwar helfen. Sie nimmt dem Ort aber nicht seine Unsicherheit.

Für Horror-Fans ist das ein wichtiger Unterschied. Ein Spiel kann Waffen anbieten und trotzdem darauf setzen, dass Munition, Abstand und ein sicherer Fluchtweg wichtiger sind als ein gewonnener Kampf. Ob Townfall diese Balance über die gesamte Spielzeit hält, muss sich erst zeigen. Der Trailer macht aber klar, dass Simon nicht als unaufhaltsamer Kämpfer angelegt ist.

Die Kerben an der Tür werfen neue Fragen auf

Noch auffälliger als die Waffen ist ein kurzer Blick auf einen Türrahmen voller eingeritzter Kerben. Dazu sagt Simon, er brauche mehr Zeit. Das Bild kann bedeuten, dass jemand Tage zählt. Es könnte aber auch auf wiederholte Versuche hindeuten, aus derselben Lage herauszukommen.

Eine Zeitschleife ist bislang nicht bestätigt. Sie ist eine Theorie, die durch den Trailer neuen Stoff bekommt. Falls sie tatsächlich ein Teil der Handlung oder Struktur ist, würde sie gut zu einem Horror-Spiel passen, das mit Erinnerungen und Orientierung arbeitet: Man kennt einen Ort vielleicht schon, weiß aber trotzdem nicht, ob der nächste Weg sicher ist.

Gerade St. Amelia könnte dadurch mehr sein als eine bloße Kulisse. Das Dorf wirkt feucht, kalt und verlassen, doch die wenigen gezeigten Szenen geben noch keine klare Antwort darauf, was mit Simon passiert ist oder weshalb er dort feststeckt. Der Trailer liefert Hinweise, ohne sie schon zu einer einfachen Erklärung zusammenzusetzen.

Erste Wertungen loben die Stimmung, sehen aber Probleme im Spielablauf

Zum Start der Testberichte liegt Silent Hill: Townfall laut den veröffentlichten Wertungen bei einem Metascore von 81 Punkten. Gelobt werden vor allem das frische Szenario und die dichte Atmosphäre. Auch die First-Person-Sicht soll den Horror näher an die Spielfigur bringen.

Kritik gibt es dagegen am Schleichen und an den Kämpfen. Das Stealth-System wird als träge beschrieben, während die Reaktionen der Kreaturen teilweise unberechenbar wirken sollen. Auch beim Zielen mit Schusswaffen und beim Treffergefühl sehen die bisherigen Tests Schwächen. Das ist besonders relevant, weil der Trailer die Waffen so sichtbar in den Vordergrund rückt.

Damit zeichnet sich kein Horror-Spiel ab, das seine Spannung allein aus Kämpfen ziehen will. Townfall scheint stärker davon zu leben, dass Simon zwar Mittel zur Gegenwehr besitzt, sich aber nie vollständig sicher fühlen soll. Ob die teils kritisierten Systeme diese Idee unterstützen oder eher ausbremsen, wird sich ab dem Release zeigen.

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