Nahaufnahme zahlreicher gestapelter Spielehüllen für PlayStation 5.
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Sony und die Disc-Frage: Eine Umfrage ist noch kein Rückzieher

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Sony will neue PlayStation-Spiele ab 2028 nicht mehr auf Disc produzieren. Eine angebliche Umfrage unter Studios weckt Hoffnung, ist aber noch kein Beweis für einen Kurswechsel.

Sony will die Produktion neuer physischer PlayStation-Spiele ab Januar 2028 einstellen. Jetzt sorgt ein Bericht über eine angebliche Umfrage unter Entwicklerstudios für neue Hoffnungen bei Disc-Fans. Sicher ist ein Kurswechsel dadurch aber nicht.

Der YouTuber Moore’s Law Is Dead sagt, Sony habe Studios in einer großen Befragung indirekt danach gefragt, ob sie Probleme mit dem geplanten Vertriebsweg sehen. Das wäre interessant, weil Sony offenbar wissen will, wie stark der Schritt die Entwickler selbst treffen könnte. Bestätigt ist diese Umfrage allerdings nicht.

Die Umfrage ist kein Zeichen für einen Rückzieher

Wichtig ist vor allem das Wort „indirekt“. Laut dem Bericht ging es nicht um eine klare Frage wie „Soll Sony Discs behalten?“. Das Thema soll nur als Teil einer größeren Umfrage vorgekommen sein. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass Sony seine Entscheidung bereits überdenkt.

Für Spieler, die gern Hüllen sammeln, Spiele weiterverkaufen oder ihre Bibliothek nicht nur digital besitzen wollen, ist das trotzdem ein Thema. Seit der Ankündigung gibt es viel Kritik. Eine Befragung von Studios könnte bedeuten, dass Sony mögliche Probleme wenigstens noch genauer abklopft.

Mehr als ein Gerücht ist das im Moment aber nicht. Auch die Aussage, Sony könne bei negativem Feedback einlenken, ist eine Einschätzung des Insiders und keine Ankündigung des Unternehmens.

Warum Sony wohl am digitalen Verkauf festhält

Die bekannten Zahlen zeigen, warum ein kompletter Rückzieher schwierig wäre. Sony nennt für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen digitalen Verkaufsanteil von 85 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es 19 Prozent.

Dazu kommt laut Daniel Ahmad von Niko Partners: PlayStation nimmt pro Nutzer inzwischen rund 59 Prozent mehr ein als noch in der PS4-Ära. Bei digitalen Verkäufen entfallen außerdem Anteile für Disc-Hersteller und den Handel. Für Sony ist der digitale Weg also nicht nur eine technische Änderung, sondern klar auch ein Geschäftsmodell.

Der hohe Digitalanteil beantwortet aber nicht jede Frage. Er sagt zum Beispiel nicht genau, wie wichtig physische Versionen bei großen Neuerscheinungen noch sind. Gerade dort kann eine Disc für manche Fans weiter wichtig sein.

Das Werk bleibt zunächst bestehen

Auch die Produktion verschwindet nicht sofort komplett. Für das Werk im österreichischen Thalgau wird für 2028 ein Rückgang der gesamten Disc-Produktion um zehn Prozent erwartet. Beim PlayStation-Anteil soll der Rückgang zunächst bei 20 Prozent liegen.

Das lässt die Möglichkeit offen, dass Sony physische Spiele weiter produzieren könnte. Es ist aber kein Beweis dafür. Im Moment bleibt die offizielle Richtung klar: Neue PlayStation-Spiele sollen ab 2028 nicht mehr auf Disc produziert werden. Die angebliche Entwicklerumfrage ist höchstens ein kleiner Hinweis darauf, dass die Folgen des Plans weiter diskutiert werden.

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