Spider-Noir im dunklen Trenchcoat und Hut in einer nebligen Gasse mit Oldtimer und Backsteingebäuden.
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Spider-Noir: Staffel 2 hätte New York verlassen

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Spider-Noir endet nach einer Staffel. Die verworfenen Ideen zeigen aber, dass Ben Reilly New York und sogar die 1930er hätte verlassen können.

Amazon setzt Spider-Noir nicht mit einer zweiten Staffel fort. Showrunner Oren Uziel hat aber verraten, dass das Team schon über eine andere Richtung für neue Folgen nachgedacht hatte: Ben Reilly hätte New York vermutlich verlassen und sich in einem neuen Noir-Schauplatz wiederfinden können.

Für Fans ist die Absage trotzdem weniger frustrierend, als sie zunächst klingt. Uziel betont, dass die erste Staffel bewusst als vollständige Geschichte gebaut wurde. Es soll keine offenen Fälle oder einen Cliffhanger geben, der jetzt für immer unbeantwortet bleibt.

Staffel 2 hätte den Fall größer gemacht

Die erste Staffel spielt im New York des Jahres 1933. Für eine Fortsetzung stand laut Uziel kein weiterer Fall in derselben Stadt fest. Stattdessen hätte die Serie ihre Detektivgeschichte in eine andere Umgebung verlegen können.

Als mögliche Richtungen nannte er etwa Los Angeles und europäische Noir-Geschichten. Das passt zur Idee hinter der Serie: Ein Privatdetektiv kann mit einem neuen Auftrag auch in einer völlig anderen Stadt landen. Gerade für Spider-Noir wäre das spannend gewesen, weil sich nicht nur die Kulisse, sondern auch die Art der Fälle hätte ändern können.

Auch ein Sprung in der Zeit war Teil dieser frühen Überlegungen. Uziel verwies darauf, dass die Handlung von 1933 aus auf den Zweiten Weltkrieg zusteuern würde. Daraus hätten sich viele neue Geschichten ergeben können. Konkrete Drehbücher waren allerdings noch nicht fertig.

Warum die eine Staffel trotzdem funktioniert

Die Absage wirkt überraschend, denn die Serie erhielt laut den vorliegenden Angaben viel positives Feedback, 92 Prozent bei Rotten Tomatoes und elf Emmy-Nominierungen. Doch Uziel sieht die erste Staffel nicht als halbfertigen Auftakt.

Die Struktur orientiert sich an klassischen Detektivfilmen: Ein Fall beginnt, wird verfolgt und am Ende gelöst. Genau deshalb wollte das Team keine künstliche Fortsetzung erzwingen. Nicolas Cage, der Ben Reilly spielt, ist mit diesem Ende ebenfalls zufrieden und erklärte, für ihn sei eine Staffel passend.

Ganz verschwindet die Figur nicht. Cage soll Spider-Noir im englischen Original von Spider-Man: Beyond the Spider-Verse erneut sprechen. Der Animationsfilm ist für den 18. Juni 2027 angekündigt. Eine zweite Live-Action-Staffel wird es nach aktuellem Stand aber nicht geben.

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