Ein maskierter Held mit blauem Lichtschwert steht vor einem leuchtenden Kampfdroiden in einer dunklen Industrieumgebung.
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Star Wars Zero Company: Eine Million Verkäufe, aber Bit Reactor wartet weiter

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Star Wars Zero Company soll eine Million Mal verkauft worden sein. Für Bit Reactor ist damit aber noch nicht klar, ob der Zwangsurlaub im Studio endet.

Star Wars Zero Company soll im ersten Monat nach dem Start rund eine Million Mal verkauft worden sein. Das klingt erst einmal stark, beantwortet aber die wichtigste Frage noch nicht: Ob Bit Reactor damit genug Geld bekommt, um die zuvor in Zwangsurlaub geschickten Entwickler zurückzuholen, ist weiter offen.

Die Zahlen stammen aus einer Schätzung von Alinea Analytics und wurden weder von EA noch von Bit Reactor offiziell bestätigt. Demnach hat das Taktikspiel seit dem 27. August etwa 50 Millionen US-Dollar umgesetzt. Für Fans ist das trotzdem ein wichtiges Signal: Das Spiel scheint Spieler gefunden zu haben, obwohl es in einer vollen Release-Phase erschienen ist.

PC bringt die meisten Verkäufe

Fast 70 Prozent der geschätzten Verkäufe entfallen auf Steam. PlayStation kommt auf 19,9 Prozent, Xbox einschließlich Xbox PC auf 10,2 Prozent. Star Wars Zero Company ist also vor allem ein PC-Erfolg.

Bei den Einnahmen sieht es etwas anders aus. Konsolen machen zusammen nur 30,1 Prozent der verkauften Exemplare aus, sollen aber 40,1 Prozent des Umsatzes bringen. Allein auf die PS5 entfallen laut Schätzung 26,7 Prozent der Einnahmen. Das deutet darauf hin, dass Konsolenspieler im Schnitt mehr pro Spiel bezahlt haben.

Auch regional gibt es einen klaren Schwerpunkt. Rund 90 Prozent der Spieler sollen aus Nordamerika und Europa kommen. In Asien scheint das Spiel deutlich schlechter anzukommen. Besonders die chinesischen Steam-Bewertungen fallen mit zuletzt 57 Prozent Zustimmung schwächer aus als der weltweite Wert von 82 Prozent. Kritisiert wurden dort vor allem fehlende Sprachausgabe und Lokalisierung.

Eine Million Verkäufe sind keine Rettungsgarantie

Kurz vor dem Launch hatte Bit Reactor nach eigenen Angaben einen schwierigen Schritt gemacht und einen großen Teil des Teams in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Berichten zufolge betraf das etwa 80 Prozent der Belegschaft. Eine kleine Mannschaft arbeitet weiter an Patches und der Betreuung der Spieler.

Entscheidend ist jetzt nicht nur die geschätzte Verkaufszahl. Es kommt auch darauf an, wie der Vertrag zwischen Bit Reactor und Publisher EA aufgebaut ist und ab wann das Studio selbst an den Einnahmen beteiligt wird. Dazu läuft ein Streit mit dem früheren Finanzchef des Studios über Führung und Eigentümerschaft.

Die Millionengrenze zeigt damit vor allem eines: Star Wars Zero Company ist wohl kein Flop. Ob der Erfolg für Bit Reactor reicht, lässt sich ohne offizielle Verkaufszahlen und Details zum Publishing-Deal aber nicht sagen. EA hat sich bisher nicht zur kommerziellen Lage des Spiels geäußert.

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