Ein blauer Alien mit Blaster wehrt sich gegen einen springenden Gegner, während ein weiterer bewaffneter Kämpfer im Hintergrund steht.
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Star Wars Zero Company: Gute Kritiken, aber Krise bei Bit Reactor

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Star Wars: Zero Company bekommt starke Kritiken. Trotzdem wurde der Großteil des Entwicklerteams vor dem Start in unbezahlten Urlaub geschickt.

Star Wars: Zero Company ist erst seit wenigen Tagen erhältlich und erreicht laut den vorliegenden Angaben einen Metascore von 85 Punkten. Für Bit Reactor ist das trotzdem keine normale Startwoche: Das Studio soll schon wenige Wochen vor dem Release rund 80 Prozent seiner Belegschaft in unbezahlten Urlaub geschickt haben.

Das ist für Fans des Taktikspiels vor allem deshalb bitter, weil die positiven Kritiken offenbar nicht automatisch bedeuten, dass das Team hinter dem Spiel sicher ist. Ob die Entwicklerinnen und Entwickler zurückkehren, hängt laut Studio davon ab, wie erfolgreich sich Zero Company verkauft.

Die meisten Stellen ruhen, eine kleine Gruppe bleibt

Die Angaben gehen auf einen Bericht mit studiointernen Quellen und Gerichtsunterlagen zurück. Bit Reactor bestätigte gegenüber dem Bericht grundsätzlich, dass es Beurlaubungen gab, nannte aber keine genaue Zahl. Nach diesen Informationen verloren auch freie Mitarbeitende ihre Verträge.

Unbezahlter Urlaub heißt hier nicht unbedingt Kündigung. Die Arbeitsverhältnisse bleiben zwar bestehen, betroffene Personen bekommen aber kein Gehalt. Außerdem sollen sie in dieser Zeit nicht an möglichen Gewinnbeteiligungen oder Erfolgsboni teilnehmen.

Im Studio arbeitet demnach nur noch eine kleine Notbesetzung weiter. Sie kümmert sich um dringende Fehler und Updates. Für Spieler ist das ein wichtiger Punkt: Unterstützung für das Spiel kann weiterlaufen, aber offenbar unter deutlich schwierigeren Bedingungen als bei einem vollständig besetzten Team.

Bit Reactor erklärte, das Geld sei vor dem Verkaufsstart aufgebraucht gewesen. Deshalb habe das Studio nicht einschätzen können, ob genug Einnahmen für den weiteren Betrieb zusammenkommen. Disney und Electronic Arts seien laut dieser Aussage nicht an der Entscheidung beteiligt gewesen.

Gute Wertungen lösen das Problem noch nicht

Der frühere Cinematic Storytelling Artist Zachariah Scott machte die Lage öffentlich und kritisierte die Studioführung auf LinkedIn scharf. Er schrieb, es wirke widersprüchlich, wenn Verantwortliche den Erfolg des Spiels feiern, während ein großer Teil des Teams bereits beurlaubt sei.

Scott berichtet außerdem von Gesprächen mit betroffenen Entwicklern. Viele von ihnen seien unsicher, ob sie tatsächlich auf ihre bisherigen Stellen zurückkehren können. Diese Einschätzungen sind Vorwürfe eines ehemaligen Mitarbeiters, nicht eine bestätigte Zusage oder Absage des Studios.

Der Fall zeigt ziemlich klar, wie wenig eine gute erste Bewertung allein über die Zukunft eines Studios sagt. Zero Company hat einen starken Kritikerstart, doch entscheidend werden nun die Verkaufszahlen und die nächsten Wochen. Erst dann wird sich zeigen, ob Bit Reactor das Team wieder zurückholen kann oder ob die kleine Restmannschaft länger allein weitermacht.

Star Wars: Zero Company ist seit dem 27. August 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC erhältlich.

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