Undead Labs will die geschlossene Beta von State of Decay 3 noch vor Ende 2026 für weitere Spieler öffnen. Einen genauen Starttermin gibt es nicht, doch das Studio nennt bereits zwei besonders wichtige Gründe für die Testphase: Die bislang größte Karte der Reihe und einen Koop-Modus ohne die bisherigen Einschränkungen.
Das ist mehr als ein früher Blick auf den nächsten Serienteil. Die Beta soll helfen herauszufinden, ob eine große, gemeinsam nutzbare Welt mit vielen Spielern und ihren Überlebensgemeinschaften auch dann stabil funktioniert, wenn nicht alles nach Plan läuft. Für ein Spiel, in dem Verluste dauerhaft Folgen haben sollen, ist das ein entscheidender Teil der Entwicklung.
Die Beta soll den Koop unter Druck setzen
Undead Labs spricht von einer Karte, die größer ausfällt als alle bisherigen Gebiete der Serie. Gleichzeitig sollen Spieler diese Open World vollständig gemeinsam erkunden können. Der neue Multiplayer ist dabei nicht nur ein zusätzliches Feature, sondern eine große Veränderung für den Alltag einer Überlebensgemeinschaft.
Creative Director Kevin Patzelt erklärt, dass das Team die Alpha- und später die Closed-Beta-Tests schrittweise für mehr Menschen öffnen möchte. Gerade wegen der großen Karte und des uneingeschränkten Multiplayers brauche das Spiel einen Belastungstest. Gemeint ist damit nicht bloß die Frage, ob man zusammen durch die Wildnis ziehen kann. Auch Abläufe, Balance und mögliche Probleme müssen sich unter echten Spielbedingungen zeigen.
Für Fans des Vorgängers ist das besonders interessant, weil der Wunsch nach freierer Zusammenarbeit offenbar direkt in die Planung eingeflossen ist. Eine gemeinsam begehbare Welt kann den Koop deutlich verändern: Entscheidungen über Ressourcen, Erkundung oder Schutz der Gemeinschaft betreffen dann nicht mehr getrennte Bereiche, sondern dieselbe Lage für alle Beteiligten.
Ob diese Freiheit am Ende gut mit den Management-Systemen zusammenpasst, wird die Beta noch nicht abschließend beantworten. Sie zeigt aber, worauf Undead Labs seine Aufmerksamkeit richtet. Das Studio will nicht nur mehr Spieler einladen, sondern ihre Erfahrungen ausdrücklich für weitere Verbesserungen nutzen.
Dauerhafte Verluste brauchen verlässliche Systeme
Neben dem Koop steht das neue Permadeath-System im Mittelpunkt. Wenn ein lange begleiteter Charakter stirbt, soll dieser Verlust die gesamte Überlebensgemeinschaft und auch die Geschichte spürbar treffen. Der Tod einer Figur soll also nicht einfach ein kurzer Rückschritt sein, den man gleich wieder vergisst.
Damit dieser Ansatz funktioniert, müssen mehrere Teile des Spiels zusammenpassen. Spieler verwalten mehrere Gemeinschaften und zahlreiche Überlebende. Dazu kommen ausgebaute Bau- und Managementsysteme. Wenn Figuren dauerhaft fehlen, betrifft das deshalb mehr als einzelne Kämpfe. Es kann verändern, welche Möglichkeiten einer Gruppe bleiben und welche Entscheidungen danach nötig werden.
Gerade im gemeinsamen Spiel dürfte das eine schwierige Balance sein. Harte Konsequenzen können spannend sein, weil Handlungen Gewicht bekommen. Sie können aber auch frustrieren, wenn ein Verlust durch unklare Situationen oder Probleme im Multiplayer entsteht. Dass Undead Labs die Testphasen erweitern will, passt deshalb zu diesem System. Rückmeldungen aus unterschiedlichen Spielgruppen können zeigen, ob die Konsequenzen hart, aber verständlich bleiben.
Was Alpha-Tester bereits positiv hervorheben
Laut Undead Labs haben Alpha-Tester vor allem die Kämpfe gegen mehrere Freaks als spannend beschrieben. Außerdem nennt das Studio Verbesserungen bei Beleuchtung, Sound, Wetter und Grafik. Flüssigere, reaktionsschnellere Bewegungen der Figuren gehören ebenfalls zu den Punkten, die in den bisherigen Rückmeldungen gut ankamen.
Auch bei der Anpassung der Charaktere soll es mehr Möglichkeiten geben. Kleidung lässt sich vielfältiger wählen, zusätzlich sind Optionen wie Brillen und Bärte vorgesehen. Diese Details entscheiden nicht allein über den Erfolg eines Survival-Spiels. Sie können aber dabei helfen, dass sich die vielen Überlebenden einer Gemeinschaft nicht austauschbar anfühlen, besonders wenn ihr Tod dauerhaft bleibt.
Die genannten Eindrücke stammen aus der Alpha und sind kein Versprechen für die fertige Version. Trotzdem machen sie deutlich, dass Undead Labs nicht nur an der Größe der Welt arbeitet. Das Team versucht auch, Bewegung, Atmosphäre und die Verbindung zu den eigenen Figuren weiterzuentwickeln.
Anmeldung ist bereits möglich
Wer an künftigen Playtests teilnehmen möchte, kann sich über die Registrierung für State of Decay 3 anmelden. Das garantiert keinen sofortigen Zugang. Undead Labs hat jedoch weitere Einladungsmöglichkeiten im Laufe des Jahres angekündigt, sowohl für erfahrene Spieler der Reihe als auch für Neueinsteiger.
Die Vollversion von State of Decay 3 ist für 2027 auf PC, PS5 sowie Xbox Series X/S geplant. Bis dahin wird vor allem spannend sein, wie gut die offene Koop-Welt mit dem Anspruch zusammengeht, dass jede Gemeinschaft und jeder Verlust wirklich Folgen hat.