Undead Labs arbeitet künftig wieder als unabhängiges Studio. Für State of Decay 3 gibt es dabei eine wichtige Zusage: Ein neuer, bislang nicht genannter Publisher finanziert die weitere Entwicklung, und das Survival-Zombie-Spiel soll weiterhin im Xbox Game Pass erscheinen.
Die Nachricht hat aber eine deutliche Kehrseite. Das Studio hat im Zuge der Trennung von Xbox eine beträchtliche Anzahl an Beschäftigten verloren. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. Für Fans bedeutet das: Das Projekt ist offenbar weiter abgesichert, doch wie sich der Umbau auf die laufende Arbeit auswirkt, lässt sich noch nicht beurteilen.
State of Decay 3 bleibt geplant, der Partner bleibt geheim
Microsoft hatte sich im Rahmen einer Neuausrichtung der eigenen Studios von Undead Labs getrennt und dem Team die Möglichkeit gegeben, wieder unabhängig zu werden. Diese Chance hat das Studio genutzt. Es übernimmt damit wieder die volle Kontrolle über das eigene Geschäft und seine Marken.
Für State of Decay 3 ist vor allem entscheidend, dass die Finanzierung laut Microsoft gesichert ist. Außerdem soll der ursprünglich geplante Weg in den Xbox Game Pass bestehen bleiben. Wer auf die Fortsetzung wartet, muss also nicht davon ausgehen, dass das Spiel wegen der Studiotrennung komplett verschwindet.
Gleichzeitig fehlen wichtige Details. Undead Labs hat nicht verraten, welcher Publisher das Projekt künftig unterstützt. Auch zu einem Termin, zu Plattformen oder zum aktuellen Stand der Entwicklung gibt es keine neuen Angaben. Das Studio will weitere Informationen erst später teilen.
Diese Lücke ist relevant, weil ein neuer Publisher mehr ist als nur ein Geldgeber. Er kann beeinflussen, wie ein Spiel veröffentlicht und begleitet wird. Ob sich für Spieler dadurch am Ende etwas ändert, ist allerdings offen. Bestätigt ist bisher nur die weitere Finanzierung und die geplante Game-Pass-Veröffentlichung.
Die Unabhängigkeit kostet Arbeitsplätze
Undead Labs selbst hat eingeräumt, dass die Rückkehr in die Unabhängigkeit nicht ohne Entlassungen ablief. Das Studio sprach von einer beträchtlichen Anzahl an Kolleginnen und Kollegen, von denen es sich verabschieden musste.
Das ist besonders bitter, weil solche Einschnitte nicht nur einen Wechsel im Firmenlogo bedeuten. Teams verlieren Erfahrung, vertraute Abläufe müssen neu organisiert werden, und andere Beschäftigte übernehmen möglicherweise zusätzliche Aufgaben. Daraus folgt nicht automatisch, dass State of Decay 3 schlechter oder später wird. Aber es erklärt, warum die Nachricht trotz der gesicherten Finanzierung kein einfacher Erfolg ist.
Studio-Chef Philip Holt verbindet die Unabhängigkeit mit dem Ziel, näher an der Community zu sein und sich stärker auf die Entwicklung der bestmöglichen Spiele zu konzentrieren. Das klingt nach einer klaren Richtung für die Zukunft des Studios. Ob diese Freiheit nach den Stellenstreichungen schnell genug zu mehr Sicherheit im Entwicklungsalltag führt, bleibt die schwierigere Frage.
Für Fans zählt jetzt, was als Nächstes gezeigt wird
State of Decay 3 steht damit an einem seltsamen Punkt: Die Fortsetzung lebt weiter und soll nach wie vor Teil des Game-Pass-Angebots sein. Gleichzeitig fehlt noch fast alles, was Fans über den konkreten Weg dorthin wissen wollen.
Entscheidend werden die nächsten Informationen von Undead Labs sein. Das Studio müsste vor allem zeigen, wie weit die Arbeiten nach dem Wechsel fortgeschritten sind und was vom neuen Kapitel der Reihe zu erwarten ist. Bis dahin ist die wichtigste Nachricht schlicht: State of Decay 3 hat weiter finanzielle Unterstützung. Die Unabhängigkeit von Undead Labs beginnt jedoch mit einem Einschnitt, dessen Folgen noch nicht klar sind.