Valve hält an den Plänen für ein Steam Deck 2 fest. Wichtig ist dem Unternehmen aber nicht, möglichst schnell ein neues Handheld herauszubringen. Das nächste Modell soll sich laut Entwickler Pierre-Loup Griffais beim Tempo deutlich vom ersten Steam Deck absetzen und trotzdem zu einem attraktiven Preis erscheinen.
Das ist gerade wegen der angespannten Lage bei Speicherkomponenten wichtig. Hohe Preise und Engpässe bei Arbeitsspeicher könnten neue Hardware teurer machen. Griffais sagt jedoch, dass diese Situation Valves grundsätzliches Ziel für das Steam Deck 2 nicht verändert hat.
Kein Termin, aber ein klares Ziel
Im Gespräch mit IGN erklärte Griffais, Valve denke beim Nachfolger weiterhin an einen klar spürbaren Leistungssprung. Es geht also nicht nur um ein kleines Update mit etwas besseren Teilen.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass Valve die aktuellen Bedingungen prüfen müsse, bevor so ein Gerät erscheinen kann. Einen Termin nannte das Unternehmen nicht. Für Fans bedeutet das: Ein Steam Deck 2 ist nicht abgesagt, aber Valve will offenbar erst dann nachlegen, wenn Leistung und Preis zusammenpassen.
Warum Warten für ein Handheld sinnvoll sein kann
Bei einem Handheld fällt ein kleiner Leistungsschub schneller auf als bei einem großen PC. Wenn neue Spiele kaum besser laufen oder das Gerät deutlich teurer wird, wäre ein Nachfolger schwer zu erklären. Valve setzt deshalb offenbar lieber auf einen Schritt, den man beim Spielen wirklich merkt.
Der Hardware-Leaker Kepler_L2 hatte im April vermutet, dass das Steam Deck 2 frühestens 2028 erscheinen könnte, vielleicht sogar später. Das ist keine bestätigte Angabe von Valve. Die Aussage von Griffais passt aber dazu, dass der Zeitpunkt offenbleibt und nicht allein vom Wunsch nach einem neuen Modell abhängt.
Wer auf ein Steam Deck 2 wartet, hat damit zumindest eine klare Antwort: Valve plant weiter damit. Wann das Handheld kommt, entscheidet sich wohl erst, wenn die Hardware einen großen Sprung erlaubt, ohne dass der Preis zu sehr steigt.