Steam soll 2026 schon rund 15 Milliarden US-Dollar Bruttoumsatz erreicht haben. Die Zahl stammt aus einer Schätzung von Alinea Analytics und ist nicht von Valve bestätigt. Trotzdem zeigt sie, wie stark der PC-Store derzeit läuft: Laut der Analyse liegt Steam etwa 15 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Spannender als die große Gesamtsumme ist aber, wo dieses Geld herkommt. Neue Hits sind wichtig, doch auf Steam tragen offenbar auch viele ältere Spiele weiter kräftig zum Umsatz bei. Für Spieler erklärt das, warum bekannte Titel selbst Jahre nach ihrem Start immer wieder sichtbar bleiben, besonders wenn sie reduziert angeboten werden.
Neue Spiele bringen viel Geld, aber nicht alles
Alinea rechnet damit, dass Steam 2026 erstmals klar über 20 Milliarden US-Dollar Bruttoumsatz erreichen könnte. Nach Angaben des Analysehauses hatten die ersten acht Monate bereits den gesamten Steam-Jahreswert von 2023 übertroffen. Gleichzeitig sollen seit Jahresbeginn rund 19.000 neue Spiele auf der Plattform erschienen sein.
Bei den Neuerscheinungen führen laut den Schätzungen Forza Horizon 6, Crimson Desert und Resident Evil Requiem. Auch Slay the Spire 2 und Meccha Chameleon gehören zu den umsatzstärkeren neuen Spielen.
Crimson Desert fällt dabei besonders auf. Der Titel soll ungefähr 18 Prozent des Umsatzes ausmachen, den neue Marken innerhalb der 100 erfolgreichsten Neuerscheinungen erzielen. Das ist für eine frische Marke ein starkes Ergebnis.
Trotzdem bleibt der Anteil aller Top-100-Neuerscheinungen am gesamten bisherigen Steam-Umsatz begrenzt. Zusammen sollen diese Spiele bei etwa 2,4 Milliarden US-Dollar liegen. Neue Marken stellen in dieser Gruppe zwar die Mehrheit der Titel, beim Geld liegen bekannte Reihen aber weiter vorne.
Steams Mittelfeld besteht oft aus großen alten Spielen
Der Bereich zwischen Rang 101 und 1.000 klingt erst einmal nach kleineren oder mittelgroßen Spielen. Laut Alinea passt das aber nur teilweise. Von den 900 dort betrachteten Titeln sollen 83 Prozent vor 2026 erschienen sein. Rund zwei Drittel sind sogar mindestens zwei Jahre alt.
Viele dieser Spiele sind keine kleinen Geheimtipps, sondern bekannte Dauerbrenner. Als Beispiele nennt die Analyse unter anderem The Elder Scrolls V: Skyrim, DOOM Eternal, Mortal Shell 2 und Hell Let Loose: Vietnam. Einige davon verkaufen sich offenbar weiter gut genug, um im Umsatz-Ranking mit aktuellen Neuerscheinungen mitzuhalten.
Das ist wichtig, weil ein Platz im Mittelfeld auf Steam nicht automatisch wenig Erfolg bedeutet. Laut Alinea haben etwa 140 der betrachteten Titel im Lauf ihrer Zeit mehr als 100 Millionen US-Dollar umgesetzt. Ein Spiel kann also heute weiter hinten stehen und trotzdem längst sehr viel Geld eingebracht haben.
Die Zahlen bleiben Schätzungen, weshalb man sie nicht mit offiziellen Valve-Daten verwechseln sollte. Die veröffentlichte Analyse von Alinea Analytics macht aber einen Punkt ziemlich klar: Steams Geschäft hängt nicht nur an den großen Neuheiten eines Jahres. Ältere Spiele, lange Verkaufszeiten und Rabatte bleiben ein wichtiger Teil davon.