Ein Charakter aus Directive 8020 The Dark Pictures trägt einen Sci-Fi-Anzug und blickt in einer dunkel-pink beleuchteten Umgebung erschrocken nach oben.
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Supermassive Games beginnt offenbar mit angekündigten Entlassungen

Von Ramona 3 Min. Lesezeit

Supermassive Games setzt den angekündigten Stellenabbau offenbar um. Berichte Betroffener zeigen, dass mehrere Bereiche des Horrorstudios betroffen sind.

Supermassive Games setzt den bereits im August angekündigten Personalabbau offenbar um. Öffentliche Beiträge ehemaliger Beschäftigter zeigen, dass Mitarbeitende inzwischen über den Verlust ihrer Stellen informiert wurden. Betroffen sind nach diesen Angaben nicht nur einzelne Teams, sondern mehrere Arbeitsbereiche des britischen Studios.

Damit wird aus der Ankündigung eines möglichen Stellenabbaus ein konkreter Einschnitt für die Entwickler hinter der Dark-Pictures-Reihe. Im August hatte Supermassive Games erklärt, einen Konsultationsprozess einzuleiten, der bis zu 75 Arbeitsplätze kosten könnte. Nun berichten Betroffene, dass die Maßnahmen tatsächlich durchgeführt werden.

Der Abbau trifft verschiedene Teile des Studios

Besonders deutlich wird die Größe des Einschnitts am Beispiel von Frank Tindle. Der ehemalige IT- und Facility-Director schrieb öffentlich, seine Stelle habe bereits seit Wochen auf der Kippe gestanden und sei nun endgültig gestrichen worden. Nach 16 Jahren im Unternehmen gehört er zu den Beschäftigten, die das Studio verlassen müssen.

Die bisherigen Aussagen deuten darauf hin, dass der Abbau nicht nur eine bestimmte Aufgabe betrifft. Genannt werden Entwicklung, Kunst, Produktion und auch Führungsebenen. Das ist für ein Studio wichtig, weil diese Bereiche bei der Entstehung eines Spiels eng zusammenarbeiten. Weniger Personal in mehreren Teams kann also mehr verändern als der Wegfall eines einzelnen Projekts oder einer einzelnen Abteilung.

Vor der aktuellen Runde soll Supermassive Games mehr als 400 Mitarbeitende beschäftigt haben. Die nun umgesetzten Kürzungen sind zudem nicht der erste Personalabbau innerhalb von zwei Jahren. Das Studio hatte schon im August selbst erklärt, es sehe diesen Schritt als notwendig an, um wirtschaftlich langfristig bestehen zu können.

Eine neue offizielle Erklärung zum Beginn der Entlassungen gibt es bisher nicht. Deshalb bleibt offen, wie viele der angekündigten bis zu 75 Stellen am Ende wirklich betroffen sind und ob der Prozess bereits abgeschlossen ist. Die Berichte der Beschäftigten machen aber klar, dass der angekündigte Abbau nicht bloß eine Möglichkeit geblieben ist.

Was das für kommende Spiele bedeuten kann

Für Fans ist vor allem die Frage offen, wie es bei Supermassive Games weitergeht. Ein neues Spiel hat das Studio bisher nicht angekündigt. Am Ende von Directive 8020 gab es allerdings einen kurzen Hinweis auf ein mögliches nächstes Projekt: Die Bilder deuteten eine Rückkehr zur Erde und dämonische Elemente an.

Mehr lässt sich daraus noch nicht sicher ableiten. Unklar ist, ob daraus ein weiterer Teil der Anthologie wird oder ob Supermassive Games an etwas Eigenständigem arbeitet. Ebenso gibt es keinen Termin für eine Enthüllung.

Der Stellenabbau bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dieses mögliche Projekt gestrichen oder verschoben wurde. Dafür gibt es keine bestätigten Angaben. Er zeigt aber, dass das Studio seine Teams gerade in einer Phase verkleinert, in der seine nächsten Schritte nach Directive 8020 noch unbekannt sind.

Eine schwierige Lage hinter bekannten Horrorspielen

Supermassive Games ist vor allem für erzählerische Horrorspiele bekannt, bei denen Entscheidungen und Gruppenfiguren im Mittelpunkt stehen. Genau solche Spiele brauchen viele unterschiedliche Fachleute: Menschen für Geschichte, Animationen, Technik, Gestaltung und Produktion. Wenn Stellen in mehreren dieser Bereiche wegfallen, wird es schwieriger einzuschätzen, wie groß kommende Projekte ausfallen und wann sie gezeigt werden können.

Die wichtigste Nachricht ist daher nicht ein neuer Teaser oder eine Ankündigung. Sie betrifft die Menschen hinter den Spielen. Mehr als 70 Beschäftigte sollen von der aktuellen Entlassungswelle betroffen sein, darunter langjährige Mitarbeitende und Personen aus verschiedenen Teilen des Studios. Welche Folgen das für die nächsten Horrorprojekte hat, bleibt vorerst offen.

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