Die ersten Tests zu Tales of Eternia Remastered zeichnen ein ziemlich klares Bild: Die Neuauflage bringt ein beliebtes altes JRPG technisch und bei der Bedienung näher an die Gegenwart. Sie nimmt dem Spiel aber nicht seine Eigenheiten aus der PS1-Zeit.
Zum Start am 16. Oktober 2026 liegt der Wertungsdurchschnitt laut den ersten erfassten Kritiken bei 77 Punkten. Besonders oft gelobt werden die Geschichte, die Figuren und das Echtzeit-Kampfsystem. Gerade für Fans der Reihe dürfte außerdem wichtig sein, dass die überarbeitete Lokalisierung und zusätzliche vertonte Gespräche der Gruppe enthalten sind.
Komfort hilft, ersetzt aber kein modernes Spieltempo
Die neue Fassung soll viele Komfort- und Zugänglichkeitsfunktionen bieten. Das ist mehr als eine reine Grafiküberarbeitung, denn solche Anpassungen können den Einstieg deutlich angenehmer machen. Auch das System rund um die Elementargeister wird in den Tests als ein Punkt genannt, der den Kämpfen mehr Möglichkeiten gibt.
Trotzdem bleibt der Kern von Tales of Eternia ein Spiel aus dem Jahr 2000. Mehrere Kritiken weisen darauf hin, dass sich Dialoge, Erkundung und Tempo stellenweise deutlich älter anfühlen als bei heutigen Rollenspielen. Wer ein schnelles JRPG erwartet, das ständig neue Ideen nachlegt, könnte deshalb enttäuscht sein.
Für Retro-Fans interessanter als für Neulinge
Spannend ist, dass die Kritiken beim Kampfsystem nicht komplett einer Meinung sind. Einerseits funktioniert der Echtzeitansatz offenbar noch gut und war für seine Zeit besonders. Andererseits fällt die strategische Tiefe im Vergleich zu anderen Rollenspielen eher überschaubar aus. Auch der teils niedrige Schwierigkeitsgrad wird als Kritikpunkt genannt.
Dazu kommen Minispiele, die nicht alle gleich gut funktionieren, sowie Städte, die laut einigen Tests wenig Eindruck hinterlassen. Das sind keine kleinen Details, wenn du das Spiel ohne Erinnerungen an das Original anfängst. Sie entscheiden mit darüber, ob sich die Reise spannend anfühlt oder ob sich manche Abschnitte ziehen.
Für langjährige Fans sieht die Lage daher besser aus: Die wichtigen Stärken wie Figuren, Handlung und das ungewöhnliche Kampfsystem scheinen erhalten zu sein, während die Neuauflage den Zugang erleichtert. Neue Spieler sollten dagegen wissen, dass sie kein vollständig neu gebautes modernes JRPG bekommen, sondern einen Klassiker mit bewusst sichtbaren Spuren seiner Zeit.
Tales of Eternia Remastered erscheint unter anderem für PS5 und PC. Wer die bisherigen Wertungen verfolgen möchte, findet sie auch in der Kritikenübersicht.