Supermassive Games hat mit The Conjuring: Unspoken ein neues Horrorspiel angekündigt. Es erscheint bereits am 13. Oktober 2026, allerdings nicht für PC oder Konsolen. Stattdessen gehört es zum Spieleangebot von Netflix und wird über die App auf den Fernseher gestreamt. Das Smartphone übernimmt dabei die Rolle des Controllers.
Das ist mehr als nur eine ungewöhnliche Plattformwahl. Das Handy wird direkt in die Geisterjagd eingebaut und soll mehrere Untersuchungsgeräte ersetzen. Damit unterscheidet sich Unspoken deutlich von Spielen wie Until Dawn oder der Dark Pictures Anthology, obwohl Entscheidungen erneut Einfluss auf den Verlauf der Geschichte haben.
Das Smartphone gehört zur Ermittlung
Die Handlung spielt im ländlichen England. Als Dämonologin Francesca Noakes untersucht man merkwürdige Ereignisse im historischen Red Lion Inn. Eine dort untergebrachte Familie erlebt verschwundene Puppen, hört Stimmen verstorbener Verwandter und wird von einer Spieluhr erschreckt, die ohne sichtbare Hilfe zu spielen beginnt.
Auslöser der Gefahr ist eine missglückte Séance. Danach muss Francesca die Familie vor dem Dämon Vinea retten, der sich von menschlicher Trauer ernährt. Bei den Untersuchungen dient das Smartphone als Messgerät für elektromagnetische Felder, Infrarotkamera und sogenannte Spirit Box. Letztere soll Geisterstimmen aufnehmen.
Gerade diese Verbindung könnte gut zum Aufbau des Spiels passen. Auf dem Fernseher läuft die eigentliche Szene, während du das Handy wie ein Werkzeug in der Hand hältst. Statt alle Aktionen über gewöhnliche Tasten auszuführen, wechselst du offenbar zwischen verschiedenen Geräten zur Geistersuche. Die bekannten Werkzeuge sind also nicht nur Symbole auf dem großen Bildschirm, sondern an den Controller gebunden, den fast jeder Netflix-Abonnent ohnehin besitzt.
Wie genau sich das bei längeren Untersuchungen anfühlt und wie umfangreich die Bedienung über das Smartphone ausfällt, geht aus der Ankündigung noch nicht hervor. Klar ist aber, dass das Gerät nicht bloß als einfache Fernbedienung gedacht ist.
Entscheidungen bleiben ein wichtiger Teil
Trotz des neuen Formats verzichtet Supermassive nicht auf eine seiner bekanntesten Ideen. Spieler treffen Dialogentscheidungen, die den weiteren Verlauf der Handlung deutlich verändern sollen. Welche Folgen einzelne Antworten haben und wie weit sich die Geschichte verzweigen kann, wurde bislang nicht näher erklärt.
Für ein Spiel, das über Netflix direkt auf dem Fernseher läuft, ist dieser Ansatz sinnvoll. Die Steuerung muss nicht nur Erkundungen und Geisterwerkzeuge abdecken, sondern auch schnelle oder schwierige Entscheidungen verständlich darstellen. Ob mehrere Personen gemeinsam beraten können oder ausschließlich eine Person das Smartphone bedient, ist noch offen.
The Conjuring: Unspoken erzählt eine eigenständige Geschichte innerhalb des bekannten Horroruniversums. Vorwissen aus den Filmen ist laut Ankündigung nicht erforderlich. Fans sollen dennoch bekannte Gesichter und Rückbezüge entdecken können. Neue Spieler können sich dagegen auf Francescas Fall konzentrieren, ohne erst mehrere Filme nachholen zu müssen.
Kein normaler Konsolen-Release
Wer auf ein weiteres klassisches Supermassive-Spiel für Konsole oder PC gehofft hat, bekommt hier also etwas anderes. Unspoken ist auf das Zusammenspiel von Netflix-App, Fernseher und Smartphone ausgelegt. Genau darin liegt die spannendste Idee der Ankündigung, aber auch die größte offene Frage: Der Ansatz muss bequem genug funktionieren, damit das Handy die Spannung unterstützt und nicht von ihr ablenkt.
Netflix-Abonnenten können das Spiel ab dem 13. Oktober 2026 ohne zusätzliche Kosten streamen. Bis zum Start bleibt vor allem offen, wie tief die Ermittlungen ausfallen und wie stark die Entscheidungen den Fall tatsächlich verändern. Das Grundkonzept ist jedenfalls klar: Der Fernseher zeigt den Spuk, während das wichtigste Werkzeug direkt in deiner Hand liegt.