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The Elder Scrolls 6: Warum Entlassungen Fans Sorgen machen

Von Sven 2 Min. Lesezeit

The Elder Scrolls 6 hat weiter keinen Termin. Ein früher Bethesda-Entwickler warnt nun, dass Entlassungen erfahrene Teams getroffen haben könnten.

Für The Elder Scrolls 6 gibt es weiter keinen Termin. Jetzt kommt ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor dazu: Der frühere Bethesda-Entwickler Kurt Kuhlmann kritisiert die Entlassungen nach der Übernahme von ZeniMax durch Microsoft scharf. Seiner Meinung nach trafen sie vor allem erfahrene Leute aus der direkten Spieleentwicklung.

Das ist für Fans der Reihe vor allem deshalb wichtig, weil Bethesda laut Todd Howard inzwischen den Großteil seiner Belegschaft auf das neue Elder-Scrolls-Spiel konzentriert. Wenn dabei Wissen aus vielen Jahren verloren geht, könnte das die Arbeit erschweren. Ob sich der Release dadurch wirklich verschiebt, ist aber nicht bestätigt.

Erfahrung lässt sich nicht einfach ersetzen

Kuhlmann arbeitete selbst viele Jahre bei Bethesda und sagt, die Kürzungen hätten nicht hauptsächlich Führungskräfte getroffen. Stattdessen seien zahlreiche Entwickler entlassen worden, die an den Spielen gearbeitet hätten.

Er nennt dabei unter anderem Christiane Meister, die 27 Jahre lang an mehreren Teilen von The Elder Scrolls und Fallout beteiligt war. Ebenfalls betroffen seien Ray Lederer, der letzte verbliebene Concept Artist von Skyrim, und Ben Carnow, der an Waffen- und Kreaturendesigns für beide Reihen gearbeitet habe.

Kuhlmanns Kritik ist klar: Wer ein großes Rollenspiel fertigstellen will, sollte nicht gerade die Menschen verlieren, die Systeme, Kreaturen, Orte und den Stil der Reihe über lange Zeit mit aufgebaut haben. Seine Aussagen sind seine persönliche Sicht auf die Lage. Sie zeigen aber, warum die Entlassungen bei Fans Sorgen auslösen können.

Das vollständige Interview mit Kuhlmann enthält weitere Details zu seiner Kritik.

Der lange Weg begann schon vor Starfield

Die aktuelle Diskussion erklärt nicht allein, warum The Elder Scrolls 6 so lange auf sich warten lässt. Kuhlmann sagt auch, dass Bethesda nach Fallout 4 zunächst Starfield den Vorrang gab. Diese Entscheidung sei von Todd Howard und der Studioleitung gekommen, während ein großer Teil des Teams lieber direkt am nächsten Elder-Scrolls-Spiel gearbeitet hätte.

Damit verlor das Fantasy-Rollenspiel schon früh mehrere Jahre. Für Starfield musste Bethesda außerdem in Bereichen arbeiten, die für das Studio neu waren. Kuhlmann deutet deshalb an, dass The Elder Scrolls 6 ohne diesen Umweg möglicherweise weiter wäre.

Ein möglicher Termin bleibt trotzdem offen. Brancheninsider Jason Schreier rechnet laut den vorliegenden Angaben frühestens mit Mitte bis Ende 2028, vielleicht sogar später. Das ist keine offizielle Ankündigung. Sicher ist nur: Bethesda arbeitet nun mit einem großen Teil des Teams am Spiel, doch Fans müssen weiter ohne feste Zeitplanung auskommen.

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