Bethesda arbeitet laut Todd Howard inzwischen mit dem größten Teil des Teams an The Elder Scrolls 6. Auf eine offizielle Enthüllung müssen Fans aber wohl weiter warten. Deshalb ist auch nicht bekannt, welche neuen Systeme das Rollenspiel wirklich bekommen wird.
Eine Idee sorgt trotzdem für Gesprächsstoff: Bruce Nesmith, früherer Lead Designer von The Elder Scrolls 5: Skyrim, würde sich Boote und Kämpfe auf See wünschen. Wichtig ist dabei: Das ist kein Hinweis auf ein bestätigtes Feature. Nesmith beschreibt nur, was er selbst für eine starke Richtung halten würde.
Boote müssten mehr sein als schnelle Reise
Nesmith sieht Schiffe nicht bloß als weitere Möglichkeit, von einem Ort zum nächsten zu kommen. Gerade das wäre der spannende Punkt. Kutschen haben in früheren Elder Scrolls-Spielen zwar Orte verbunden, aber sie haben kaum eigene Abenteuer geschaffen.
Ein Boot könnte dagegen neue Aufgaben und Gefahren direkt in die Welt bringen. Kämpfe auf dem Wasser, besondere Zauber oder Kreaturen, die nur auf See auftauchen, würden Erkundung anders machen als ein weiterer Weg an Land. Wenn ein Schiff nur eine Karte mit schneller Reise ersetzt, wäre die Idee dagegen schnell wieder vorbei.
Nesmith hofft außerdem, dass Fan-Theorien zur Iliac-Bucht und Sentinel als Schauplatz stimmen. Bestätigt ist dieses Szenario nicht. Falls das Spiel aber tatsächlich an einer großen Küste spielt, wäre Seefahrt zumindest eine naheliegende Möglichkeit, die Welt stärker zu verbinden.
Die Wasseroberfläche wäre schon groß genug
Für Nesmith liegt das meiste Potenzial nicht unter dem Meer, sondern darauf. Er nennt etwa Kraken, Haie und die in der Hintergrundgeschichte vorhandenen Meereselfen als mögliche Gegner oder Figuren. Dadurch könnte das Meer ein Bereich mit eigenen Begegnungen sein, statt nur eine Grenze der Spielwelt.
Unterwassergebiete würde er hingegen nicht in den Mittelpunkt stellen. Seine Erfahrungen mit den nicht umfassend umgesetzten Unterwasserplänen für Fallout 4 zeigen ihm, wie viel zusätzliche Arbeit solche Bereiche bedeuten können. Sein Vorschlag ist deshalb klar: lieber eine überzeugende Welt über der Wasserlinie bauen, als zu viele Orte nur halb auszuarbeiten.
Ob Bethesda diesen Weg überhaupt einschlägt, bleibt offen. Für Fans zeigt Nesmiths Idee aber gut, woran sich ein neues großes Feature messen lassen müsste: Es sollte nicht nur größer aussehen, sondern auch neue Gründe geben, loszusegeln und die Welt anders zu entdecken.