Patch 5.01 hat die Lage von The Witcher 3 Remastered auf den aktuellen Konsolen deutlich verbessert. Besonders auf der PS5 war das wichtig: Die Fassung hatte zum Start mit spürbaren Einbrüchen bei der Bildrate und Screen-Tearing zu kämpfen. Nach der Überarbeitung fällt die Leistung in anspruchsvollen Bereichen zwar weiter ab, erreicht dabei aber meist noch Werte im mittleren 50-FPS-Bereich.
Damit ist die technische Diskussion nicht erledigt, aber sie hat sich verschoben. Statt grundsätzlich vor einer schwachen Performance zu warnen, geht es nun eher darum, welche Konsole welche Bildqualität bietet und welche Macken trotz des Patches noch auffallen. Die überarbeitete Ausgabe ist seit dem 29. September für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC verfügbar. Besitzer des Originalspiels erhalten sie kostenlos.
Der Patch rettet den Performance-Modus nicht vollständig, aber spürbar
Auf PS5 und Xbox Series X zielt der Performance-Modus auf 60 Bilder pro Sekunde. In besonders rechenintensiven Stadtgebieten kann die Bildrate weiterhin in die mittleren 50er sinken. Das ist kein perfektes Ergebnis, doch Patch 5.01 soll gegenüber der ursprünglichen Version klar ruhiger laufen.
VRR kann dabei helfen, die verbliebenen Schwankungen in hektischen Kämpfen oder dicht bevölkerten Gebieten weniger auffällig zu machen. Wer einen passenden Bildschirm besitzt, profitiert also besonders von der neuen Version. Komplett verschwunden ist Screen-Tearing aber nicht: Es kann weiterhin im oberen Bereich des Bildes auftreten.
Der Raytracing-Modus bleibt auf den Standardkonsolen bei 30 Bildern pro Sekunde. Dafür bietet er eine verbesserte globale Beleuchtung mit Raytracing sowie stärkere Screen-Space-Reflexionen. Die Wahl bleibt damit ziemlich klar: Der Performance-Modus ist für flüssigeres Spielen gedacht, der Raytracing-Modus für Spieler, denen Lichtstimmung und Reflexionen wichtiger sind als 60 FPS.
PS5 Pro liefert das stärkste Gesamtbild
Im Konsolenvergleich liegt die PS5 Pro laut der technischen Analyse vorne. Ihr PSSR-Upscaling soll für das schärfste und zugleich stabilste Bild sorgen. Außerdem gibt es einen unbegrenzten Modus, der Bildraten von bis zu 90 FPS erreichen kann.
Auch beim Raytracing hat die stärkere Konsole einen Vorteil. Dort steigt das Limit auf 60 FPS. Dafür wird die interne Auflösung auf ungefähr 1026p reduziert. Das zeigt gut, worum es bei dieser Fassung geht: Die PS5 Pro kann die aufwendigere Beleuchtung flüssiger darstellen, muss für dieses Ziel aber ebenfalls Abstriche machen.
Die Xbox Series S bleibt die schwierigste Variante. Je nach Gebiet schwankt die Bildrate dort zwischen ungefähr 40 und 60 FPS. Ohne VRR-Bildschirm empfiehlt sich deshalb eher der Qualitätsmodus mit 30 FPS. Er ist langsamer, dürfte aber gleichmäßiger wirken als ein Performance-Modus, der seine Bildrate nicht zuverlässig halten kann.
Die neue Grafik hat weiterhin ein paar Stolperfallen
Das Remaster verändert nicht nur die Framerate. Ein neues Shader-Modell für realistischere Materialien, überarbeitete Gegner, modernisierte Effekte in Kämpfen und angepasstes Subsurface-Scattering sollen die Welt sichtbar auffrischen. Gerade Beleuchtung und Oberflächen profitieren davon.
Gleichzeitig bleiben technische Probleme bestehen. In der untersuchten PS5-Version kam es auch nach Patch 5.01 noch zu kompletten Abstürzen. Dazu passt ein weiteres Bildproblem: Der Bloom-Effekt kann auf sonnigen Wegen für überstrahlte Flächen sorgen und Schatten zu stark verdecken. Bis dafür eine Korrektur erscheint, wird empfohlen, Bloom in den Optionen auszuschalten.
Die ausführliche technische Untersuchung von Digital Foundry fällt deshalb vorsichtig positiv aus. CD Projekt RED hat weitere Updates angekündigt und arbeitet außerdem an einem separaten Patch für die Switch-2-Fassung. Für Konsolenspieler ist Patch 5.01 schon jetzt ein wichtiger Schritt, aber noch nicht der Punkt, an dem jede Einstellung ohne Einschränkung empfohlen werden kann.