CD Projekt RED entwickelt The Witcher 4 von Beginn an parallel für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X. Laut Co-CEO Michał Nowakowski lässt sich der aktuelle Stand bereits auf allen drei Plattformen starten. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil das Studio technische Probleme künftig nicht erst kurz vor Schluss auf Konsolen übertragen will.
Für Fans ist das keine Garantie für einen fehlerfreien Release. Es zeigt aber, dass das Team seine Arbeit nach den Problemen rund um Cyberpunk 2077 anders organisiert.
Fehler sollen nicht mehr liegen bleiben
Nowakowski beschreibt eine deutlich strengere Regel für die Entwicklung: Taucht ein technisches Problem auf, soll die Arbeit an neuen Inhalten pausieren, bis der Fehler auf allen Zielplattformen behoben ist.
Das klingt erst einmal nach einer normalen Qualitätskontrolle. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt. Früher wurden kleinere offene Punkte offenbar manchmal in spätere Entwicklungsphasen geschoben, damit ein Meilenstein erreicht wird. Wenn sich solche Baustellen sammeln, werden sie später viel schwerer zu lösen. Bei The Witcher 4 sollen diese Lücken nicht mehr mitgeschleppt werden.
Gerade bei einem Spiel, das auf PC und aktuellen Konsolen erscheinen soll, ist das sinnvoll. Eine Szene, die auf einem starken Rechner gut läuft, muss nicht automatisch auf jeder Konsole genauso stabil funktionieren. Wenn alle Versionen laufend mitentwickelt werden, fallen Unterschiede früher auf.
Mehr zu den Aussagen von Nowakowski steht im Gespräch bei Game Developer.
Die längere Wartezeit gehört zu diesem Plan
CD Projekt RED hat zuletzt 2028 als angestrebtes Veröffentlichungsjahr für The Witcher 4 genannt. Der neue Ablauf kann die Entwicklung langsamer machen, weil Fehler nicht einfach auf später verschoben werden. Genau das nimmt das Studio aber offenbar bewusst in Kauf.
Wichtig ist auch: Das Spiel läuft zwar laut Studio bereits auf den genannten Plattformen, doch daraus lässt sich noch nichts über den fertigen Umfang oder die Qualität zum Release ableiten. Bis 2028 bleibt viel Zeit für Veränderungen.
Trotzdem ist die Nachricht mehr als ein kurzer Technikstatus. CD Projekt RED sagt damit ziemlich klar, dass PC, PS5 und Xbox Series X diesmal nicht nacheinander behandelt werden sollen. Wenn das Team diese Regel bis zum Ende durchzieht, könnte sie für Spieler wichtiger sein als jede frühe Grafik-Demo.