Tomb Raider: Legacy of Atlantis soll den ersten Teil der Reihe nicht einfach mit neuer Grafik nachbauen. Crystal Dynamics und Flying Wild Hog wollen die Welt moderner gestalten, ohne Lara Crofts Abenteuer zu einer Strecke voller Wegweiser zu machen.
Das Remake erscheint am 12. Februar 2027, auch für PS5. Besonders wichtig ist dabei ein Punkt, der bei vielen aktuellen Spielen schnell verloren gehen kann: Spieler sollen selbst herausfinden, wohin es weitergeht.
Erkunden soll wieder eigene Arbeit sein
Jeff Adams von Crystal Dynamics erklärt, dass die Entwickler Spieler nicht dauerhaft mit Hinweisen zum nächsten Ziel führen wollen. Verirren, einen Weg übersehen und später doch wieder zurückfinden soll zu Legacy of Atlantis dazugehören.
Das passt zum Ursprung von Tomb Raider aus dem Jahr 1996. Die Welt soll nicht nur Kulisse für Lara sein, sondern selbst Teil der Aufgabe. Wer einen neuen Raum, einen Weg oder ein Panorama entdeckt, soll das Gefühl haben, es wirklich selbst geschafft zu haben.
Das ist spannend, weil ein Remake oft vor einer schwierigen Entscheidung steht. Moderne Technik kann viele Dinge bequemer machen, aber zu viele Hilfen würden gerade das verändern, woran sich viele Spieler beim Original erinnern. Flying Wild Hog will deshalb jene Orte, Gegenstände und Momente erhalten, die besonders stark im Gedächtnis bleiben.
Crafting soll besser zur Welt passen
Ganz ohne neue Systeme bleibt die Neuauflage trotzdem nicht. Lara kann Ressourcen sammeln und daraus Heilgegenstände sowie andere nützliche Dinge herstellen.
Laut Crystal Dynamics soll das Crafting ein altes Problem logischer lösen: In einem Grab, das seit Jahrtausenden verschlossen ist, wirken moderne Medipacks oder Munition für heutige Waffen eher seltsam. Wenn Lara wichtige Dinge selbst herstellt, hängt ihre Vorbereitung stärker mit der Umgebung zusammen.
Damit wird Crafting hier nicht nur ein zusätzliches Menüsystem. Es könnte Erkundung auch praktisch wichtiger machen, weil das Absuchen der Welt direkt dabei hilft, für den nächsten Abschnitt vorbereitet zu sein.
Modern, aber nicht zu bequem
Ob dieser Mix am Ende aufgeht, wird sich erst im fertigen Spiel zeigen. Klar ist aber schon die Richtung: Legacy of Atlantis möchte das ursprüngliche Gefühl von Entdeckung behalten und zugleich einzelne Spielregeln glaubwürdiger machen.
Für Fans des ersten Tomb Raider dürfte vor allem wichtig sein, wie konsequent das Remake bei seiner freien Erkundung bleibt. Wenn Spieler wirklich selbst suchen und Wege verstehen müssen, wäre das mehr als eine optische Neuauflage des Klassikers.