Nachdenkliche Gamerin mit Kopfhörern in pinkem Licht neben einer lachenden Gruppe von Gamern in blauer Umgebung.
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Umfrage: Viele Spielerinnen fühlen sich nicht willkommen

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Fast jede zweite befragte Spielerin fühlt sich in Gaming-Communitys nicht akzeptiert. Besonders bei Shootern fällt der Wert hoch aus.

Fast jede zweite befragte Spielerin aus den USA und Großbritannien fühlt sich in der Gaming-Community nicht akzeptiert. Das ist das wichtigste Ergebnis einer neuen Erhebung, die zusammen mit YouGov entstanden ist. Besonders hoch liegen die Werte bei Konsolenspielerinnen und bei Frauen, die kompetitive Shooter spielen.

Die Zahlen sind deutlich, aber sie brauchen auch Vorsicht: Wie viele Menschen an der Umfrage teilgenommen haben, wurde nicht genannt. Deshalb lässt sich nicht sicher sagen, wie gut sie alle Spielerinnen und Spieler abbildet. Als Hinweis darauf, dass sich viele Menschen online lieber schützen, sind die Ergebnisse trotzdem interessant.

Shooter und Konsolen fallen besonders auf

48 Prozent der befragten Frauen sagen, sie fühlten sich von Gaming-Community und Gaming-Kultur nicht willkommen oder vertreten. Unter reinen Konsolenspielerinnen steigt der Anteil auf 53 Prozent. Bei Spielerinnen kompetitiver Shooter sind es 56 Prozent.

Gerade bei Spielen mit viel Kontakt zu Fremden kann das ein echtes Problem sein. Wenn jemand erwartet, wegen Stimme, Name oder Geschlecht blöde Kommentare zu bekommen, wird der Voice-Chat schnell zur Sache, die man lieber ausschaltet. Dann fehlt ausgerechnet ein Teil, der Teamspiele eigentlich besser machen soll.

Ein neuer Podcast namens G+RLS will solche Erfahrungen aus weiblicher Sicht besprechen. Dort kommen Frauen aus der Redaktion sowie Entwicklerinnen und Synchronsprecherinnen zu Wort. Das ändert eine Community nicht sofort. Aber es macht sichtbar, dass es nicht nur um einzelne schlechte Nachrichten oder Matches geht.

Viele schützen ihre Identität im Netz

Die Erhebung hat auch nach dem Verhalten aller befragten Spieler online gefragt. 19 Prozent verwenden geschlechtsneutrale Avatare. 22 Prozent chatten nur mit einer festen Freundesgruppe, weitere 19 Prozent verzichten ganz auf Sprachchat.

Diese Angaben beweisen nicht, warum jede einzelne Person so handelt. Sie zeigen aber, dass sich viele beim Spielen mit Unbekannten nicht komplett offen zeigen wollen. Sich mit Freunden abzusprechen, ist völlig normal. Wenn der Schutz der eigenen Identität dabei wichtig wird, sollte das für Plattformen und Spielstudios ein Signal sein.

Interessant ist auch der Blick auf den Begriff „Gamer“. Nur 46 Prozent der Befragten würden sich selbst so nennen, obwohl 60 Prozent mit Freunden oder Kollegen über ihr Hobby sprechen. Offenbar spielen viele Menschen gern, ohne sich mit diesem Label zu identifizieren. Für Communitys sollte das eigentlich egal sein: Wer spielt, sollte dazugehören können, unabhängig davon, wie oft gespielt wird, auf welcher Plattform oder unter welchem Namen man online unterwegs ist.

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