Xbox-Controller, PlayStation-5-Konsole mit DualSense-Controller und Nintendo-Switch-Konsole mit blauem Joy-Con im Vergleich.
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US-Konsolenmarkt: Höhere Preise, deutlich weniger Verkäufe

Von Alex 2 Min. Lesezeit

Xbox und PlayStation verlieren in den USA deutlich bei den Verkäufen. Gleichzeitig zahlen Käufer im Schnitt so viel wie nie für neue Konsolen.

Xbox- und PlayStation-Konsolen verkaufen sich in den USA deutlich schlechter als im Vorjahr. Das zeigen neue Circana-Zahlen für Januar bis Ende August 2026: Xbox liegt 33 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, PlayStation 25 Prozent.

Auffällig ist vor allem, dass die durchschnittlich gezahlten Preise gleichzeitig auf Rekordhöhe liegen. Für Spieler ist das mehr als eine trockene Marktzahl: Neue Hardware wird offenbar teurer, während weniger Menschen zugreifen.

Weniger Konsolen, höhere Durchschnittspreise

Bei Xbox ist der bisherige Jahresverlauf laut Circana besonders schwach. Bis Ende August wurden in den USA noch nie so wenige Xbox-Konsolen verkauft. PlayStation liegt ebenfalls auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau: So wenige Konsolen gingen dort seit 2013 nicht mehr über den Ladentisch.

Gleichzeitig kostete eine Xbox-Konsole im Schnitt 529 US-Dollar. Das sind 26 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei PlayStation lag der Durchschnitt bei 597 US-Dollar, ein Plus von 20 Prozent. Beide Werte sind laut den Daten so hoch wie nie zuvor in den USA.

Das heißt nicht automatisch, dass jede Konsole genau so viel kostet. Es sind Durchschnittswerte über die jeweils verkauften Modelle. Trotzdem zeigen sie ziemlich klar, warum die Zahlen zusammenhängen könnten: Wenn der Einstieg in eine Konsolengeneration mehr Geld kostet, überlegen sich viele Leute den Kauf eher zweimal.

Circana-Analyst Matt Piscatella nennt die wachsende Preissensibilität der Käufer ein echtes Problem. Die zugrunde liegenden Hardwarezahlen hat er auch in einem Beitrag veröffentlicht.

GTA 6 könnte helfen, aber nicht alles lösen

Für das Weihnachtsgeschäft richtet sich der Blick auf GTA 6, das im November erscheinen soll. Ein so großes Spiel kann Leute dazu bringen, sich doch noch eine neue Konsole zu kaufen. Piscatella rechnet damit, dass der Release wenigstens einen Teil des Rückgangs auffangen könnte.

Dafür müssten aber genug Geräte im Handel stehen. Bei Speicherchips und anderen Bauteilen gibt es laut der Einschätzung weiterhin Unsicherheit. Bei der PS5 Pro ist eine begrenzte Verfügbarkeit bereits ein Thema.

Auch der Preis bleibt wichtig. Ein starkes Spiel sorgt für Aufmerksamkeit, macht Konsolen aber nicht günstiger. Gerade deshalb wird spannend, ob GTA 6 vor allem bestehende Konsolenbesitzer zum Spielen bewegt oder tatsächlich viele neue Hardwarekäufe auslöst.

Nintendo steht in den aktuellen Zahlen nicht im Mittelpunkt. Piscatella sagt aber, dass sich die Switch 2 gut verkauft, während jüngere Preiserhöhungen die Stimmung etwas gebremst hätten. Seine Hoffnung auf normalere Preise richtet sich erst auf 2028.

Die Daten zum Weihnachtsgeschäft dürften erst Anfang 2027 zeigen, ob der große November-Release den US-Konsolenmarkt wirklich spürbar anschieben konnte.

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