Warlock: Dungeons & Dragons soll 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen. Der erste Gameplay-Trailer zeigt vor allem eines: Dieses D&D-Abenteuer will nicht über Runden, Würfelwürfe und taktische Pausen funktionieren, sondern über schnelle Kämpfe und Magie, die auch beim Erkunden wichtig ist.
Invoke Studios schickt die Waffenmeisterin Kaatri nach Darkon, eine düstere Welt im Ravenloft-Multiversum. Um eine verschwundene Person zu retten, geht sie ein gefährliches Bündnis ein und wird zum Warlock. Dadurch verbindet sie den Schwertkampf mit übernatürlichen Kräften.
Zauber sind nicht nur für den Kampf da
Im Trailer wirkt Magie wie ein Werkzeug, das Kaatri ständig einsetzen kann. Sie kann magische Anker an Wänden platzieren und damit Kletterwege bauen. Telekinese räumt Hindernisse aus dem Weg. Die Entwickler sagen außerdem, dass Zauber neue Wege durch die Gebiete öffnen sollen.
Das ist für ein Spiel mit offener Welt wichtiger als ein paar schicke Effekte. Wenn diese Möglichkeiten im fertigen Spiel oft sinnvoll eingesetzt werden, könnte das Erkunden deutlich aktiver werden. Statt nur nach einem vorgegebenen Weg zu suchen, würde man genauer darauf achten, welche Flächen, Wände oder Gegenstände sich mit den eigenen Kräften verändern lassen.
Darkon passt zu diesem Ansatz: Die Welt soll aus Gothic-Horror, Ruinen und bedrohlichen Dungeons bestehen. Der Trailer zeigt also keine klassische helle Fantasy-Reise, sondern ein deutlich unheimlicheres D&D-Szenario.
Schnelle Kämpfe statt taktischer Pausen
Auch in Kämpfen sollen Kaatris Kräfte eng mit ihrer Waffe verbunden sein. Gezeigt werden Schwertangriffe, Ausweichmanöver und Zauber, die sich miteinander verketten lassen. Offenbar kann sie damit die Haltung von Gegnern brechen und anschließend mit Klingenangriffen nachsetzen.
Dazu kommen die Umgebung und das Wetter. Pfützen lassen sich etwa unter Strom setzen, während Steine als Geschosse dienen können. Das klingt nach Kämpfen, bei denen Position und Gelände mitentscheiden, aber ohne dass das Spiel dafür anhält.
Genau hier setzt Warlock: Dungeons & Dragons seinen klarsten Unterschied zu Baldur’s Gate 3: Es gibt weder Hintergrundwürfe noch eine taktische Pause. Wer schnelle Action mag, dürfte das interessant finden. Fans der langsameren D&D-Kämpfe müssen sich dagegen auf eine ganz andere Art von Abenteuer einstellen.
Kaatri wird von Tricia Helfer gesprochen. Ihre Mentorin Tasha, die zugleich die Quelle ihrer Magie ist, übernimmt Maggie Robertson. Wie frei sich Darkon später wirklich erkunden lässt und wie viele unterschiedliche Wege die Zauber eröffnen, zeigt der Trailer noch nicht. Diese Fragen werden für das Spiel aber ziemlich wichtig sein.