Der geplante Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery betrifft auch die Spielebranche. Mit Warner Bros. Games würden Studios wie Rocksteady, NetherRealm und Avalanche Software unter das Dach von Skydance wechseln. Für Reihen wie Hogwarts Legacy, Mortal Kombat und Batman: Arkham ist das erst einmal vor allem ein Besitzerwechsel.
Der Deal soll nach jüngsten Gerichtsbeschlüssen am 6. Oktober 2026 abgeschlossen werden und kostet Paramount-Besitzer David Ellison laut den vorliegenden Angaben 111 Milliarden US-Dollar. Welche Folgen das für kommende Spiele, Studios oder laufende Projekte hat, wurde bisher nicht gesagt.
Viele bekannte Spielemarken bei einem neuen Konzern
Warner Bros. Games bringt einige große Namen in den Zusammenschluss. Rocksteady steht für die Batman: Arkham-Reihe, NetherRealm für Mortal Kombat und Avalanche Software für Hogwarts Legacy. Damit landen bekannte Marken aus Filmen, Comics und Spielen bei derselben neuen Unternehmensgruppe.
Paramount bringt ebenfalls Spiele-Strukturen mit. Die internen Teams wurden zuletzt als Paramount Games neu organisiert. Als bekanntestes angekündigtes Projekt gilt Marvel 1943: Rise of Hydra von Amy Hennig, dessen Veröffentlichung erneut verschoben wurde.
Das heißt aber nicht automatisch, dass jetzt Spielewelten zusammengeworfen werden oder konkrete Reihen neue Crossovers bekommen. Dazu gibt es keine Ankündigung. Spannend ist eher, wie Skydance die vielen Marken und Studios später organisiert. Gerade bei großen Lizenzspielen kann eine neue Führung viel daran ändern, welche Projekte weiterlaufen und welche Ideen überhaupt entstehen dürfen.
Beim Streaming spricht vieles für ein Kombi-Abo
Auch bei HBO Max und Paramount+ steht noch nicht fest, wie es weitergeht. Casey Bloys, bisher HBO-Chef und wohl künftig für das Streaming-Geschäft von Skydance zuständig, hat keine direkte Fusion der Dienste bestätigt.
Sein Hinweis geht aber in eine klare Richtung: Bloys verwies auf das erfolgreiche gemeinsame Angebot von HBO Max und Disney. Ein vergünstigtes Paket aus HBO Max und Paramount+ scheint damit wahrscheinlicher als eine sofortige gemeinsame App.
Für Gaming-Fans ist das vor allem deshalb interessant, weil die neue Firma künftig viele bekannte Welten verwaltet: DC, Harry Potter, Game of Thrones, Star Trek, Transformers und Nickelodeon gehören zu den auffälligen Namen. Ob daraus mehr Spiele entstehen, ist offen. Sicher ist nur: Warner Bros. Games wird künftig Teil eines deutlich größeren Medienkonzerns sein.