Link auf Epona mit Navi vor dem rauchenden Todesberg in The Legend of Zelda: Ocarina of Time.
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Warum Nintendo laut Ex-PR stärker auf Remakes setzen sollte

Von Sven 3 Min. Lesezeit

Ocarina of Time kommt für Switch 2 zurück. Ehemalige Nintendo-Verantwortliche sehen darin eine Chance, Lücken zwischen großen neuen Spielen zu schließen.

Nintendo bringt The Legend of Zelda: Ocarina of Time am 5. November 2026 für Switch 2 neu heraus. Für Kit Ellis und Krysta Yang, zwei frühere PR-Verantwortliche von Nintendo of America, ist das mehr als ein einzelnes Projekt: Sie meinen, Nintendo sollte künftig öfter aufwendige Neuauflagen nutzen, um das Programm zwischen großen neuen Spielen zu füllen.

Wichtig ist dabei: Das ist kein angekündigter Strategiewechsel von Nintendo. Ellis und Yang beschreiben in ihrem Podcast ihre eigene Sicht auf die Lage. Trotzdem trifft ihre Diskussion einen Punkt, der für Switch-2-Spieler interessant werden könnte. Wenn neue Großproduktionen immer mehr Zeit brauchen, stellt sich die Frage, was in den Jahren dazwischen erscheint.

Remakes können Lücken im Spieleplan schließen

Ellis verweist auf das im Sommer veröffentlichte Star Fox-Remake und das kommende Ocarina of Time. Seiner Ansicht nach zeigen solche Projekte, dass viele Spieler alte Nintendo-Spiele erneut erleben wollen, wenn sie sorgfältig überarbeitet werden.

Nintendo hat dafür einen besonders großen Fundus. Viele bekannte Reihen reichen weit zurück, und nicht jeder Klassiker ist auf aktuellen Konsolen leicht verfügbar. Ein Remake kann deshalb zwei Dinge gleichzeitig schaffen: Es bringt ein älteres Spiel zurück und gibt dem Veröffentlichungsplan einen zusätzlichen größeren Titel, ohne dass Nintendo jedes Mal ein komplett neues Spiel entwickeln muss.

Das wäre vor allem zwischen sehr großen Produktionen wichtig. Yang sagt, kein Unternehmen könne dauerhaft für jede Veröffentlichung eine riesige, völlig neue AAA-Produktion stemmen. Das klingt erst einmal ziemlich logisch: Große Spiele brauchen Ressourcen und lange Entwicklungszeit. Neuauflagen könnten diese Zeiträume überbrücken, wenn sie nicht nur schnell hochskalierte Versionen alter Spiele sind.

Für Spieler wäre der Unterschied entscheidend. Ein gut gemachtes Remake kann einen Klassiker für eine neue Hardware und ein neues Publikum passend machen. Ein bloßes Wiederholen alter Veröffentlichungen würde dagegen schnell das Gefühl erzeugen, dass zu wenig Neues nachkommt.

Nintendo darf neue Ideen nicht ersetzen

Genau vor diesem Problem warnt Yang auch selbst. Wenn ein bekanntes Spiel mit deutlich geringerem Risiko sehr viele Verkäufe erreicht, könnte es für Nintendo verlockend werden, lieber noch einmal auf sichere Namen zu setzen. Dann hätten neue, ungewöhnliche Projekte es schwerer.

Das betrifft besonders Zelda. Ocarina of Time gehört zu den bekanntesten Spielen der Reihe und dürfte deshalb viel Aufmerksamkeit bekommen. Sein Erfolg könnte Nintendo zeigen, wie groß die Nachfrage nach weiteren Neuauflagen ist. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass jede alte Marke ein Remake braucht oder dass ein Remake ein neues Zelda ersetzen sollte.

Ellis fordert deshalb keine Zukunft, die nur aus Rückblicken besteht. Er spricht von einem Verhältnis: Neue Spiele sollen weiter wichtig bleiben, während Remakes das Programm ergänzen. Das ist ein sinnvoller Unterschied. Ein volles Jahr mit mehreren verschiedenen Arten von Spielen wirkt anders als ein Plan, der fast nur auf bekannte Erinnerungen setzt.

Noch keine Liste weiterer Klassiker

Ob Nintendo nach Ocarina of Time tatsächlich weitere große Remakes plant, ist offen. Ellis und Yang nennen keine bestätigten Projekte. Ihre Aussagen sind vor allem ein Vorschlag, wie Nintendo die Zeit zwischen großen Neuveröffentlichungen nutzen könnte.

Für Switch-2-Besitzer bleibt deshalb zunächst nur der konkrete Termin: The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 exklusiv für die Konsole. Erst danach wird sich zeigen, ob Nintendo die Neuauflage als Ausnahme behandelt oder ob weitere Klassiker folgen. Spannend wäre das vor allem dann, wenn Remakes nicht neue Ideen verdrängen, sondern dem Programm mehr Abwechslung geben.

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