Ubisoft hat Watch Dogs noch nicht abgeschrieben, aber Fans sollten aus dieser Aussage noch kein neues Spiel herauslesen. CEO Yves Guillemot bezeichnete die Reihe bei einem Treffen mit Anlegern weiter als wichtig für das Unternehmen. Gleichzeitig stellte er klar, dass sich derzeit kein neuer Teil in Entwicklung befindet.
Das ist vor allem deshalb relevant, weil rund um Watch Dogs: Legion wieder über eine Neuauflage gesprochen wird. Mehrere Berichte bringen einen Director’s Cut ins Spiel. Offiziell angekündigt ist davon bisher aber nichts.
Was von Ubisoft wirklich bestätigt ist
Die wichtigste neue Information kommt direkt von Ubisoft: Watch Dogs besitzt intern weiterhin Bedeutung. Nach dem bislang letzten Serienteil Watch Dogs: Legion aus dem Jahr 2020 ist das keine ganz kleine Aussage. Viele Spieler hatten die Marke nach der eher gemischten Reaktion auf Legion bereits als beendet angesehen.
Guillemot machte jedoch zugleich deutlich, dass Ubisoft aktuell kein neues Watch-Dogs-Spiel an ein Kreativstudio gegeben hat. Damit gibt es weder eine Bestätigung für Watch Dogs 4 noch einen Hinweis darauf, dass ein neues Projekt schon weit fortgeschritten sein könnte.
Seine Formulierung ließ Raum für verschiedene Deutungen. Sie kann bedeuten, dass Ubisoft vor einem komplett neuen Teil erst über eine Neuauflage nachdenkt. Genauso möglich ist, dass die Reihe irgendwann mit einem anderen Entwicklerteam oder in einer veränderten Form zurückkommen soll. Die Aussage stammt zudem aus einer Übersetzung. Deshalb wäre es zu viel, daraus bereits einen konkreten Plan für ein Remake abzuleiten. Die veröffentlichte Wiedergabe von Guillemots Aussage zeigt vor allem eines: Ubisoft möchte die Serie nicht für erledigt erklären, nennt aber noch keine Richtung.
Der Director’s Cut von Legion bleibt ein Gerücht
Parallel dazu verdichten sich Berichte über eine überarbeitete Fassung von Watch Dogs: Legion. Zuerst war Ende Februar von einem möglichen Director’s Cut die Rede. Nun heißt es unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen erneut, dass diese Version existiere und in der ersten Hälfte von 2027 erscheinen könnte.
Auch über mögliche Änderungen wird spekuliert. Im Raum stehen zusätzliche Story-Missionen, neue Animationen und technische Verbesserungen. Diese Angaben sind jedoch nicht von Ubisoft bestätigt. Es gibt auch keine offiziellen Details dazu, wie groß die Erweiterungen wären oder welche Teile von Legion konkret überarbeitet würden.
Gerade hier lohnt es sich, zwei Dinge getrennt zu betrachten. Ein Director’s Cut wäre kein Beweis für einen neuen Serienteil. Er könnte Ubisoft aber die Chance geben, ein Spiel noch einmal anders zu präsentieren, das viele Erwartungen damals nicht erfüllen konnte. Ob daraus wirklich eine neue Zukunft für Watch Dogs entsteht, ist offen.
Warum die vorsichtige Lesart wichtig ist
Für Fans ist die aktuelle Lage also weniger eindeutig, als die Gerüchte zunächst wirken. Ubisoft hat die Marke nicht aufgegeben. Das ist die belastbare Nachricht. Ein neuer Teil befindet sich nach Guillemots Aussage aber nicht in Produktion.
Der mögliche Director’s Cut von Watch Dogs: Legion bleibt ebenfalls unbestätigt, auch wenn sich die Berichte dazu häufen. Erst eine offizielle Ankündigung könnte klären, ob Ubisoft Legion tatsächlich noch einmal anfasst und ob die Reihe danach wieder einen festen Platz im aktuellen Spieleprogramm bekommt.