Schwarzer Xbox Elite Wireless Controller Series 2 mit strukturierten Griffen und austauschbaren Thumbsticks vor dunklem Hintergrund.
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Xbox Cloud Gaming: Controller offen, Grenzen werden konkreter

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Der mögliche Xbox-Cloud-Controller ist weiter nicht offiziell bestätigt. Wichtiger für Spieler sind gerade die Stundenbegrenzung und der App-Verlust auf älteren Samsung-TVs.

Bei Xbox Cloud Gaming sind gerade zwei Dinge gleichzeitig wahr: Ein eigener Cloud-Controller ist weiterhin nicht offiziell angekündigt, und beim Dienst selbst werden die Grenzen für Spieler sichtbarer. Besonders klar wird das bei Samsung-Fernsehern aus dem Jahr 2020. Sie verlieren ab dem 3. November den Zugang zur Cloud-Gaming-App.

Microsoft nennt dafür Kompatibilitätsprobleme. Das ist für Besitzer dieser Geräte ärgerlich, weil sich an ihrem Fernseher nicht zwingend etwas geändert haben muss, der Dienst aber trotzdem nicht mehr läuft. Cloud Gaming spart zwar Konsole oder leistungsstarken PC, hängt dafür aber stärker davon ab, welche Software ein Gerät noch unterstützt.

Der Cloud-Controller bleibt eine offene Sache

Ein Bericht brachte zuletzt die Behauptung auf, Microsoft habe einen speziell für Cloud Gaming geplanten Controller auf Eis gelegt. Als Gründe standen dabei die Auflagen rund um die Activision-Blizzard-Übernahme und die dadurch entstandenen Kosten im Raum.

Eine Xbox-Sprecherin widersprach allerdings nur dieser Begründung. Damit ist nicht eindeutig geklärt, ob das Gerät eingestellt wurde oder nicht. Andere Berichte behaupten sogar, die Entwicklung gehe weiter. Sicher ist nur: Microsoft hat einen solchen Controller bislang nie selbst vorgestellt.

Spannend wäre er trotzdem. Laut früher aufgetauchten Bildern und Informationen soll das Pad direkt per WLAN mit den Servern verbunden werden. Normale Controller funken meist per Bluetooth zur Konsole oder zum jeweiligen Gerät. Die direkte Verbindung könnte die Verzögerung beim Streaming verringern.

Genau diese Verzögerung ist bei Cloud Gaming wichtig. Wenn Eingaben erst übers Internet zum Server müssen und das Bild danach zurückgestreamt wird, merkt man jede zusätzliche Pause schneller als bei einem Spiel, das direkt auf der Konsole läuft. Ob Microsoft diesen Ansatz wirklich als eigenes Produkt veröffentlicht, bleibt aber offen.

Weniger Freiheit beim Streaming

Für Spieler ist die Situation beim Controller vor allem interessant. Die konkreteren Änderungen betreffen aber den Dienst selbst. Selbst in der höchsten Game-Pass-Stufe sollen künftig nur noch 15 Cloud-Gaming-Stunden im Monat enthalten sein. Wer darüber hinaus spielen will, soll zusätzliche Stundenpässe kaufen.

Das verändert, für wen das Angebot gut passt. Wer nur gelegentlich auf dem Handy, Tablet oder Fernseher weiterspielt, wird mit 15 Stunden vielleicht auskommen. Wenn du Cloud Gaming aber als Ersatz für eine Konsole nutzt, ist die Grenze deutlich schneller erreicht.

Auch der Wegfall der App auf älteren Samsung-TVs zeigt ein Problem, das bei Streaming leicht untergeht: Die Spiele laufen zwar auf Servern, aber die App auf dem eigenen Gerät muss weiterhin mithalten. Für neuere Funktionen werden offenbar neuere Chromium-Schnittstellen benötigt. Samsung plant für die betroffenen Tizen-Modelle keine weiteren Updates.

Es gibt zwar Berichte, wonach Microsoft das Tempo bei Xbox Cloud Gaming nicht reduzieren will. Für Nutzer zählt am Ende aber vor allem, auf welchen Geräten der Dienst läuft, wie lange er im Abo nutzbar ist und ob die Verbindung schnell genug bleibt. Der mögliche Controller ist deshalb nur ein Teil einer viel größeren Frage: Wie bequem bleibt Cloud Gaming im Alltag wirklich?

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