Ein neuer Leak zum möglichen Xbox Elite Controller Series 3 deutet nicht nur auf neue Technik hin. Er zeigt auch, dass Microsoft offenbar mehrere Varianten vorbereiten könnte. Für Käufer wäre das wichtig, denn die stärkere Haptik soll laut den Daten nicht in jedem Modell stecken.
Die Informationen wurden offenbar kurzzeitig über Schnittstellen von Dienstleistern sichtbar, die den Shop des Xbox Design Lab betreiben. Offiziell bestätigt ist der Controller damit nicht. Die Daten waren schnell wieder nicht erreichbar, trotzdem nennen sie ziemlich konkrete Optionen für einen anpassbaren Pro-Controller.
Vier Varianten könnten die Auswahl komplizierter machen
Dem Leak zufolge sind vier Versionen hinterlegt. Zwei Modelle sollen Motoren für eine weiterentwickelte Haptik besitzen, zwei nicht. Dazu soll es jeweils eine Basis- und eine Complete-Version geben.
Das klingt erst einmal nach viel Auswahl. Gleichzeitig dürfte es beim Preis und bei der Ausstattung einen größeren Unterschied machen als beim bisherigen Elite Controller. Wer vor allem zusätzliche Tasten, bessere Sticks und eigene Farben will, könnte mit einer einfacheren Variante auskommen. Wer das neue Feedback nutzen möchte, müsste wahrscheinlich genauer auf die Modellbezeichnung achten.
Einen Preis nennen die Daten nicht. Genau das bleibt der wichtigste offene Punkt: Ein Elite Controller ist schon ohne diese neue Aufteilung kein günstiges Zubehör. Erst eine offizielle Vorstellung kann zeigen, wie weit die Modelle beim Preis auseinanderliegen.
Sticks und Design Lab stehen im Mittelpunkt
Bei den Sticks soll Microsoft laut Leak auf Hall-Effekt- oder TMR-Module setzen. Diese Technik gilt als weniger anfällig für Stick-Drift. Außerdem werden unterschiedliche Widerstände genannt: Standard, locker und straff. Das wäre praktisch, weil sich ein Stick für manche Spiele lieber leicht bewegen lässt, während andere Spieler einen festeren Widerstand mögen.
Auch beim Xbox Design Lab scheint der Controller weit mehr Auswahl zu bekommen als nur neue Farben. Genannt werden unter anderem verschiedene Stick-Aufsätze, mehrere Formen für die rückseitigen Paddles, unterschiedliche Steuerkreuze sowie gravierte oder metallisch wirkende Frontplatten. Insgesamt sollen 27 Kombinationen aus Stick-Aufsätzen und Paddles gespeichert sein.
Ein Scrollrad für die Audiosteuerung taucht ebenfalls in den Daten auf. Das wäre eine kleine Änderung, aber im Spiel ziemlich nützlich, wenn du Lautstärke oder Chat schnell anpassen willst, ohne erst Menüs zu öffnen.
Zusätzliche frühere Gerüchte sprechen von einer direkten WLAN-Verbindung für geringere Verzögerungen beim Cloud Gaming und einem einfacheren Wechsel zwischen Xbox, Bluetooth und weiteren Geräten. Diese Punkte gehören allerdings nicht zu den jetzt sichtbaren Shop-Daten.
Windows Central rechnet mit einer Vorstellung in naher Zukunft und erwartet den Controller noch vor Weihnachten. Die Einbindung ins Design Lab passt dazu, ist aber noch kein Beweis für einen Termin. Bis Microsoft selbst etwas ankündigt, bleibt vor allem spannend, welche Funktionen wirklich in jeder Version landen und welche nur den teureren Modellen vorbehalten sind.