Xbox baut mit Xbox Labs eine neue Forschungseinheit auf. Das Team soll mit Automatisierungstechnik, Programmierwerkzeugen und Wegen für schnellere Portierungen experimentieren. Geleitet wird die Gruppe von CTO Scott Van Vliet.
Wichtig dabei: Xbox Labs soll nicht die Teams ersetzen, die gerade an Spielen arbeiten. Stattdessen entsteht eine kleine, flexible Gruppe aus Entwicklern, Ingenieuren und Wissenschaftlern, die neue Ideen ausprobieren kann, ohne die Produktion bei den Xbox Game Studios umzubauen. Für Spieler ist das vor allem ein Zeichen dafür, woran Xbox bei künftigen Tools und Plattformen forschen will.
Portierungen und Werkzeuge stehen im Mittelpunkt
Asha Sharma begründet das neue Labor mit Entwicklungen, bei denen Spiele dekompiliert, neu aufgebaut und für andere Hardware angepasst werden. Als Beispiele nennt sie PC-Spiele auf Apple Silicon oder im Browser über WebGPU. Auch Code-Mixe, bei denen Inhalte aus verschiedenen Spielen zusammenkommen, zeigen laut Sharma, wie schnell sich Technik und kreative Projekte verändern.
Xbox Labs soll untersuchen, wie sich solche Möglichkeiten sinnvoll nutzen lassen. Dazu gehören Programmierung mit automatisierten Systemen und Portierungen, die teilweise automatisiert ablaufen. Konkrete Spiele, Termine oder fertige Funktionen hat Xbox noch nicht angekündigt.
Spannend ist auch die Ansage, neue Werkzeuge nach dem Prinzip „build in the open“ zu entwickeln. Was im Labor entsteht, soll später nicht nur intern bleiben, sondern auch unabhängigen Entwicklern und der weiteren Spielebranche zur Verfügung stehen. Die offizielle Ankündigung von Xbox Labs nennt aber noch keine ersten Projekte.
Die laufende Arbeit soll bleiben, wie sie ist
Sharma betont, dass sich die bisherigen Prioritäten von Xbox nicht ändern. Spiele, Hardware, der Umgang mit Markenrechten und die Communitys sollen weiter im Mittelpunkt stehen. Xbox Labs ist damit eher ein Testfeld neben der normalen Arbeit als eine Ansage, dass künftig alles von automatisierten Systemen entwickelt wird.
Ob daraus wirklich Tools entstehen, die Entwicklern das Portieren erleichtern oder Spielern neue Möglichkeiten geben, ist offen. Die Richtung ist aber klar: Xbox möchte bei dieser Technik nicht nur zusehen, sondern eigene Lösungen ausprobieren.