Microsoft verteilt wichtige Xbox-Studios und Marken neu. Besonders auffällig: Playground Games und Turn 10 werden zu einem gemeinsamen Studio, während Activision künftig auch für Rare, World’s Edge und das nächste Halo zuständig sein soll.
Der Umbau ist Teil einer größeren Neuordnung der Xbox-Sparte. Microsoft will mit weniger Geschäftseinheiten arbeiten und Teams, die schon lange zusammenarbeiten, enger bündeln. Für Spieler ist vor allem wichtig, wer künftig an Reihen wie Forza, Fable, Halo, Sea of Thieves und Fallout arbeitet.
Ein gemeinsames Team für Forza und Fable
Playground Games und Turn 10 werden offiziell zusammengelegt. Das neue Studio soll sich auf Forza und Fable konzentrieren. Microsoft verweist darauf, dass beide Teams bereits seit mehr als zehn Jahren kreative Partner sind.
Das kann sinnvoll sein, weil die Reihen zwar unterschiedlich sind, aber beide für Xbox wichtige Marken bleiben. Gleichzeitig ist es ein großer Schritt: Turn 10 stand bisher vor allem für Forza, während Playground neben Forza Horizon auch an Fable arbeitet. Wie die Aufgaben im gemeinsamen Studio genau verteilt werden, hat Microsoft noch nicht erklärt.
Auch Obsidian Entertainment wechselt in einen neuen Verbund. Das Studio gehört künftig zu Bethesda und arbeitet dort weiter an Grounded sowie an einem neuen Fallout zusammen mit den Bethesda Game Studios.
Activision bekommt mehr Xbox-Marken
Activision übernimmt die Verantwortung für World’s Edge, das Team hinter Age of Empires, und für Rare, das Sea of Thieves betreut. Dazu kommt eine besonders große Aufgabe: Ein neu gegründetes Activision-Team soll das nächste Halo entwickeln.
Dieses Halo-Team soll getrennt von den laufenden Call-of-Duty-Projekten arbeiten. Die Halo Studios verschwinden aber nicht komplett. Ein kleineres Team bleibt bestehen und kümmert sich weiter um die Community sowie die bereits veröffentlichten Halo-Spiele.
Für Halo-Fans ist das eine klare Veränderung. Die Reihe bekommt ein neues Entwicklerteam unter dem Activision-Dach, während die bisherigen Halo Studios ihre Rolle stärker auf die vorhandenen Spiele konzentrieren. Ob sich dadurch auch die Richtung des nächsten Halo verändert, lässt sich aus den bisherigen Angaben noch nicht ableiten.
Der Umbau trifft auch Arbeitsplätze
Neben den neuen Studio-Zuordnungen baut Microsoft Stellen ab. Nach Angaben des Unternehmens entfallen 268 Positionen bei den Halo Studios, weiteren First-Party-Studios sowie in Management und Verwaltung der Xbox Game Studios.
Am 6. Oktober ist ein Treffen mit der gesamten Xbox-Belegschaft geplant. Dort sollen die bisherigen Schritte und kommende Projekte besprochen werden. Zuerst will Microsoft nach eigener Aussage die betroffenen Mitarbeitenden unterstützen.
Microsoft beschreibt den Umbau als „Xbox reset“. Etwa drei Viertel der angekündigten Maßnahmen seien inzwischen abgeschlossen. Die neue Struktur macht vor allem eines deutlich: Activision, Bethesda und King werden innerhalb von Xbox noch wichtiger. Für die Spiele selbst wird entscheidend sein, ob die neuen Zuständigkeiten den Teams mehr Zusammenarbeit bringen, ohne dass bekannte Reihen ihren eigenen Charakter verlieren.