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Xbox-Umsatz sinkt deutlich, Microsoft erwartet neuen Wachstumskurs

Von Alex 3 Min. Lesezeit

Xbox erreicht sehr viele neue Spieler. Trotzdem sind Umsatz, Hardwaregeschäft und Ergebnis gesunken. Microsoft glaubt weiter an die Wende.

Microsoft meldet für Xbox ein schwaches Geschäftsjahr. Die Sparte nahm im abgeschlossenen Fiskaljahr 2025/2026 rund 1,7 Milliarden US-Dollar weniger ein als im Jahr davor. Das entspricht einem Minus von 7 Prozent.

Für Spieler ist daran vor allem wichtig: Microsoft spricht zwar weiter sehr positiv über Xbox, erklärt aber noch nicht genau, wie die Sparte wieder stärker werden soll. Genau diese Lücke macht die Nachricht spannend. Xbox erreicht laut Unternehmen extrem viele Menschen, verdient damit aber gerade nicht genug mehr Geld.

Viele Spieler, aber weniger Umsatz

Xbox-CEO Asha Sharma nennt eine riesige Zahl: Mehr als 200 Millionen neue Spieler hätten im Geschäftsjahr 2026 Xbox und Microsofts Spiele genutzt. Das klingt erstmal stark. Sharma sagt aber auch klar, dass das Geschäft nicht im selben Tempo gewachsen ist wie diese größere Spielerschaft.

Daraus entsteht für Microsoft ein ziemlich klares Problem. Mehr Reichweite allein reicht nicht, wenn Inhalte, Dienste und Hardware am Ende weniger einbringen. Sharma erwartet trotzdem, dass Xbox bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2026/2027 wieder wächst. Sie sagt aber nicht konkret, welche Schritte abseits der bereits bekannten Entlassungen dafür geplant sind.

Die Hardware trifft es besonders hart

Der größte sichtbare Einbruch liegt bei den Konsolen. Das Hardwaregeschäft verlor 29 Prozent, weil weniger Xbox-Series-Geräte verkauft wurden. Das ist mehr als nur ein kleiner Knick, denn Konsolen sind für viele Fans immer noch der deutlichste Teil der Marke Xbox.

Auch bei Inhalten und Diensten lief es schlechter. Dort steht ein Minus von 5 Prozent. Gleichzeitig wurden die Kosten der Xbox-Sparte um 8 Prozent höher. Microsoft nennt dafür unter anderem mehr Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Wertminderungen.

Am Ende sank auch das Betriebsergebnis. Microsoft nennt hier ein Minus von 14 Prozent. Finanzchefin Amy Hood ergänzte, dass es bei gleichbleibenden Wechselkursen sogar 15 Prozent gewesen wären.

Microsoft setzt auf Marken, bleibt aber ungenau

Microsoft-Chef Satya Nadella bleibt trotzdem optimistisch. Er verweist auf bekannte Xbox-Marken und Studios auf der ganzen Welt. Außerdem spricht er davon, dass Microsoft Entscheidungen bei Spielen, Plattform und Abläufen trifft, damit das Geschäft langfristig wieder besser läuft.

Für Fans ist das noch ziemlich offen. Es klingt nach Umbau, aber nicht nach einem fertigen Plan, den man von außen schon klar erkennen kann. Unklar bleibt zum Beispiel, wie wichtig exklusive Konsolenspiele künftig wieder werden. Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution erscheinen auf Konsolen Xbox-exklusiv, aber ob das ein neuer stärkerer Kurs ist oder eher einzelne Fälle sind, sagt Microsoft nicht.

Auch zur nächsten Xbox gibt es weiter Fragezeichen. Das Projekt mit dem Codenamen Project Helix ist bekannt, aber Microsoft erklärt hier nicht, wie genau die neue Hardware in die Zukunft der Marke passen soll.

Die Zahlen zeigen also zwei Dinge gleichzeitig: Xbox ist als Name weiter riesig, aber das aktuelle Geschäft steht unter Druck. Microsoft glaubt an eine Erholung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026/2027. Für Spieler zählt jetzt vor allem, ob daraus klare Entscheidungen bei Spielen, Konsolen und Diensten werden.

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